14 Jahre nach dem letzten Spiel Bröker im Winter seiner Karriere zurück beim SV Meppen

Meine Nachrichten

Um das Thema SV Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Meppen. Er ging als Teenager und kehrte am Sonntag als gestandener Familienvater nach Meppen zurück: Fortuna Kölns schneller Rechtsaußen Thomas Bröker, der in Meppen geboren wurde, verließ als enttäuschter und geschlagener Spieler die Hänsch-Arena.

Direkt nach dem Abpfiff winkte Bröker in Richtung neue Tribüne, wo seine Eltern, Freunde und Verwandten saßen. „Es waren viele heute im Stadion. Und haben leider eine Niederlage von uns gesehen“, bilanzierte der 33-Jährige.

Vor 14 Jahren lief Bröker zum letzten Mal im Stadion des SV Meppen auf – am 23. Mai 2004 beim 1:0-Sieg in der viertklassigen Oberliga Niedersachsen gegen Arminia Hannover. Damals hieß die Heimstätte noch Emslandstadion. Eine Woche später beim 5:0-Sieg in Oberneuland trug Bröker letztmals das Meppen-Trikot. An der Seite von Jens Robben, heute Videoanalyst beim SV Meppen. Trainer war Georg Belke. Im Alter von 19 Jahren zog es Bröker zum 1. FC Köln. Am Sonntag nun die Rückkehr in seine ehemalige Heimat. „Der SV war leider immer unterklassiger. Von daher ist es das erste Spiel“, berichtete Bröker.

Andere Konstellation gewünscht

Er habe sich riesig auf die Partie gefreut und sei auch wirklich euphorisch gewesen, etwas mitnehmen zu können, gestand er. „Gerade im Winter meiner Karriere hier noch mal auflaufen zu dürfen war klasse. Aber ich hätte mir natürlich ein anderes Ergebnis gewünscht – und auch eine andere Konstellation. Beide Vereine im Abstiegskampf – das macht keinen Spaß.“

Dass der SV Meppen verdient gewann, gab Bröker zu. Meppen sei seiner Mannschaft leider in allen Belangen überlegen gewesen. „Das war einfach zu wenig von uns, muss man ganz klar so sagen – gerade im Abstiegskampf. Da müssen wir uns steigern, weil es sonst ganz, ganz schwer wird.“

So sehr sich Bröker auf die Rückkehr freute, so schnell war er auch schon wieder weg. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen trat er die Heimreise an. „Frau und Kinder sind zu Hause. Und nach so einem kaputten Sonntag macht es auch keinen Spaß, heute hierzubleiben. Das machen wir ein anderes Mal.“

Dreimal in die 1. Liga aufgestiegen

Viermal ist Bröker in seiner Karriere aufgestiegen – mit dem 1. FC Köln (2005 und 2014) und Fortuna Düsseldorf (2012) in die 1. Bundesliga sowie mit dem MSV Duisburg (2017) in die 2. Liga.

Bereits als A-Jugendlicher war Bröker in der Saison 2003/04 beim SV Meppen in den Herrenbereich hochgezogen worden. Im Sommer 2004 wechselte er für 25 000 Euro zum 1. FC Köln. 

198 Zweitligaspiele

In der Fremde fand Bröker sein sportliches Glück. In Köln lernte der Vater von drei Kindern seine jetzige Frau kennen. Weitere Stationen waren Dynamo Dresden, dem SC Paderborn, Rot-Weiß Aalen, Fortuna Düsseldorf und der MSV Duisburg. In 193 Spielen in der 2. Bundesliga verbuchte Bröker 26 Tore und 19 Vorlagen. Beim 1. FC Köln lief er zudem in der Saison 2014/15 viermal in der 1. Bundesliga auf.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN