Stimmen zum Spiel des SV Meppen Nick Proschwitz: "Wir müssen an allem arbeiten"

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Traf erneut für den SV Meppen, diesmal vom Elfmeterpunkt: Nick Proschwitz. Foto: Werner ScholzTraf erneut für den SV Meppen, diesmal vom Elfmeterpunkt: Nick Proschwitz. Foto: Werner Scholz 

Meppen. Nur gute Momente reichen nicht - zu diesem Schluss kam Martin Wagner, verletzter Kapitän des SV Meppen, nach der 2:3(0:3)-Heimniederlage gegen den Karlsruher SV. Hier die Stimmen.

Nick Proschwitz, der Meppens Handelfmeter zum 1:3 verwandelte und Marius Keinsorges Tor vorbereitete: Es ist das Gleiche wie in den letzten Wochen: Wir fangen sehr schlecht an, spielen nicht gut. Fangen uns einfache, dumme Gegentore. Stecken nie auf und kommen am Schluss zurück. Leider werden wir nicht belohnt. Wir müssen an allem arbeiten und es die nächsten Wochen besser machen. Was wir die ganzen letzten Wochen schon sagen, müssen wir endlich umsetzen, damit wir Punkte holen. In der Halbzeit hat es der Trainer angesprochen, dass wir die Fehler, die wir machen, abstellen. Dass wir nicht aufgeben. Dass wir uns hier nicht abschlachten lassen. Dass wenn wir ein Tor erzielen, wir dann schnell zurückkommen können. Das haben wir gegen Münster gesehen, wo wir innerhalb von 30 Sekunden fast noch zwei Tore erzielen und fast noch einen Punkt mitnehmen. Ich glaube, im Fußball ist alles möglich. Leider hat es heute nicht gereicht. 

Martin Röser, der in der 79. Minute beim Karlsruher SC für Anton Fink eingewechselt wurde: Wir hatten die Chancen und müssen eigentlich noch höher als 3:0 in Führung gehen. Aber auch wenn wir die Tore nicht machen, haben wir ein 3:0 auf unserer Seite. Und dann darf niemals mehr etwas anbrennen. Dann stellen wir uns hinten zweimal dumm an, und so ein Spiel wird dann auch wieder spannend. Aber letzten Endes sind wir zufrieden, dass wir hier drei Punkte mitnehmen konnten. Aber natürlich müssen wir besprechen, was in den letzten zehn Minuten passiert ist. Wir wussten, dass die Meppener spielerisch eigentlich ganz gut sind. Dass sie aber trotzdem anfällig für Konter sind, wenn sie in der Offensive den Ball verlieren. Das haben wir ganz gut genutzt und sind früh in Führung gegangen.

Wurden zur Pause eingewechselt: Janik Jesgarzewski (links) und Luka Tankulic. Foto: Werner Scholz


Luka Tankulic, der zur Halbzeit für Max Wegner kam: Wir haben zwei Tore gemacht, was auf jeden Fall erstmal positiv ist. Dann sieht so ein Spiel ganz anders aus. Karlsruhe war in den letzen fünf Minuten hinten am Schwimmen. Wenn wir ein bisschen Glück haben, machen wir vielleicht noch das 3:3. Aber alles in allem haben wir die erste Halbzeit komplett verschlafen. Daraus müssen wir lernen. Wir müssen wissen, dass man solch ein Spiel niemals abhaken darf. Dass man immer wieder zurückkommen kann. 90 Minuten sind unfassbar lang. Das Ergebnis macht mich auf jeden Fall unruhig, weil ich keinen Bock mehr habe zu verlieren, ehrlich gesagt. Das nervt mittlerweile. Wenn man sieht, dass die anderen auch verlieren, dass man vielleicht hätte sechs Punkte holen können, macht einen das traurig. Aber wir müssen weiter dran arbeiten, weiter dran glauben. Man hat gesehen, dass man auch in solch einem Spiel noch einen Punkt mitnehmen kann. Deshalb müssen wir das Positive mitnehmen.


Martin Wagner, der als SVM-Kapitän aufgrund seiner Kapselverletzung im Fuß zuschauen musste: Es tut schon weh, dass man der Mannschaft nicht helfen kann. Das ist klar. Letztendlich muss man die Situation für einen selbst erst mal akzeptieren. Ich denke, es war heute ein schweres Spiel für uns. Wir haben ein bisschen was vermissen lassen wie die Körpersprache. Was uns eigentlich auszeichnet. So eine clevere Mannschaft, wie es Karlsruhe nun mal ist, hat unseren ersten Fehler gleich bestraft. Sie spielen es ganz clever aus und wir sind in der aktuellen Situation nicht in der Lage Akzente zu setzen. Dass einen die letzten Minuten beflügeln, zeigt, wie es gehen kann. Aber das ist auf 90 Minuten gesehen zu wenig. Es zieht sich schon die gesamte Saison durch, dass wir immer wieder nur Momente haben. Und das reicht in 90 Minuten nicht. Wir haben Nick Proschwitz und Max Wegner vorne gehabt, um über die zweiten Bälle zu kommen. Damit wir das Spiel einfach gestalten und die Spieler hinten nicht groß überlegen müssen, wie sie das Spiel von hinten aufbauen. Weil der Gegner eh tief stehen wird. Da muss man die zweiten Bälle gewinnen, was Karlsruhe dann auch wieder besser gemacht hat. Dann sieht es am Ende so aus, wie es gekommen ist. Jetzt gilt es, uns in der Länderspielpause auf die drei Spiele in Zwickau, gegen Fortuna Köln und in Jena hinzuarbeiten. Da das Maximum rausholen. Natürlich ist es nicht schön, wenn man in der Pause unten drinsteht. Aber letztendlich müssen wir nach vorne blicken. Und das werden wir auch machen.



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