SV Meppen braucht dringend Punkte Gegen den Karlsruher SC: Ballmert-Comeback von Beginn an?

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Im Juli im Testspiel gegen den FC Groningen trug Markus Ballmert das Trikot des SV Meppen. In der 3. Liga dagegen kam er in dieser Saison aufgrund einer Fußverletzung noch nicht zum Einsatz. Foto: Werner ScholzIm Juli im Testspiel gegen den FC Groningen trug Markus Ballmert das Trikot des SV Meppen. In der 3. Liga dagegen kam er in dieser Saison aufgrund einer Fußverletzung noch nicht zum Einsatz. Foto: Werner Scholz 

Meppen. Sechs Spiele noch bis Weihnachten – der SV Meppen will in den verbleibenden vier Heim- und zwei Auswärtspartien drei Punkte Rückstand aufholen und vom Abstiegsplatz ans rettende Ufer der 3. Liga springen. Den ersten Anlauf nimmt die Mannschaft von Trainer Christian Neidhart am Samstag (14 Uhr) gegen den Karlsruher SC.

Die Ausgangsposition: Der KSC hat hohe Ansprüche und ebenfalls Druck, nämlich den, oben dranbleiben zu müssen. Der SV Meppen benötigt dringend Punkte für den Klassenerhalt. Nach den beiden Heimsiegen gegen Eintracht Braunschweig und 1860 München waren die Emsländer über den Strich gesprungen - punktgleich mit der Mannschaft auf dem ersten Abstiegsplatz. Nach zuletzt drei Niederlagen im Stück - Novum nach dem Aufstieg - rutschte Meppen auf den vorletzten Platz ab. Rückstand aufs rettende Ufer: drei Punkte.    

Der Gegner: U-20-Nationalspieler Florent Muslija (zum Bundesligisten Hannover 96), Fabian Schleusener (SV Sandhausen), Matthias Bader (1.FC Köln), Jonas Föhrenbach (SSV Jahn Regensburg), Marcel Mehlem (Saint Gilloise, 2. belgische Liga) sind weg. Die Karlsruher pflegen unter Alois Schwartz keinen Hurrastil, agieren eher abwartend und pragmatisch. Eigentlich habe sich das KSC-Spiel nur vom Personal her verändert, sagt Neidhart. „Trotz der Abgänge hat Karlsruhe eine sehr gute Qualität behalten.“ Das sei ein Spitzenteam der Liga. „Es wird sicherlich keine einfache Aufgabe, Karlsruhe zuhause zu schlagen, weil sie sehr diszipliniert spielen." 

Das System: Schwartz lässt weiterhin im 4-4-2 agieren. Für Schleusener spielt Marvin Pourié im Zentrum. Anton Fink, seit vergangenem Wochenende im Klub der Akteure mit 300 und mehr Drittligaeinsätzen und bester Drittligatorschütze der Geschichte (126 Treffer), spielt um seinen Sturmkollegen herum. „Jeder weiß, was für Qualitäten Fink hat“, so Neidhart. Fink entzieht sich gerne der engen Bewachung, indem er sich von Pourié absetzt, nach außen ausweicht oder aus dem Rückraum abzieht. Meppen darf ihm nicht die Räume bieten und muss kompakt stehen. Die Badener treten immer sehr kompakt auf und lauern auf Fehler des Gegners.

Das sagt der KSC-Coach: „Meppen ist eine Mannschaft, die sehr laufstark und voller Leidenschaft spielt“, sagt Schwartz. Diese Leidenschaft und Laufbereit des Gegners gelte es zunächst anzunehmen. „Dann müssen wir darüber hinaus unsere Spielweise auf den Platz bringen.“

„Sie bringen zuhause ihre Stärke ins Spiel“, betont Schwartz angesichts der Tatsache, dass die Meppener zehn ihrer zwölf Zähler in der heimischen Arena einfahren konnte. „Da müssen wir gegenhalten. Wenn wir dies tun, dann bin ich guter Dinge, dass wir aus Meppen etwas mitnehmen.“


„Wir wollen an die letzten Spiele anknüpfen“, unterstrich Mittelfeldspieler Justin Möbius. „Wir wollen dort weitermachen, wo wir aufgehört haben. Es wird in Meppen ein schwieriges Spiel, aber wir werden alles dafür tun, um die drei Punkte mit nach Karlsruhe zu nehmen.“

Die ruhenden Bälle: Bei Standards ist der SVM gefordert - defensiv wie offensiv, weil der KSC mit Daniel Gordon (1,94 Meter) und David Pisot (1,86) große Spieler aufbietet. „Wir kennen die Standards und werden uns darauf einstellen“, sagt Neidhart. Aber er habe nicht die große Angst, weil er selbst mit Marco Komenda (1,84), Nick Proschwitz (1,92) und Jovan Vidovic (1,97) groß gewachsene Kopfballspieler habe.   


Formkurve des Gegners: Der KSC hat zwischenzeitlich vier Spiele hintereinander gewonnen, unter anderem gegen Osnabrück und Uerdingen. Zuletzt verabschiedete sich der KSC gegen Würzburg mit einem 2:1-Sieg aus dem alten Wildparkstadion, das an alter Stätte nach und nach neugebaut wird. Stürmer Marvin Pourié schnürte einen Doppelpack. Davor gab es zwei Niederlagen (0:1 in Rostock und 2:5 gegen Wehen Wiesbaden) und ein Unentschieden (0:0 in Unterhaching). 

Mögliche Veränderungen: Nick Proschwitz könnte nach drei Treffern in vier Pflichtspielen erstmals in einem Heimspiel von Beginn an auflaufen. Seinen ersten Saisoneinsatz überhaupt in der 3. Liga strebt Markus Ballmert an, der einmal in der U23 ausgeholfen hat (am 16. September beim 5:1-Heimsieg gegen Herzlake). In der letzten Spielzeit spielte der 24-Jährige entweder Rechtsverteidiger oder auf der Doppelsechs. Rechts hinten hat sich in den letzten Wochen Max Kremer etabliert. Läuft Ballmert neben Thilo Leugers vor der Abwehr auf, würde Julian von Haacke auf die Zehn rücken und Luka Tankulic von dort auf den Flügel. Vielleicht kommt es aber auch ganz anders.

Ein Einsatz von Markus Ballmert (rechts) könnte auch Auswirkungen auf die Position von Luka Tankulic haben. Foto: Werner Scholz


Das Personal: Neben den Langzeitverletzten Mirco Born, Marcel Gebers und Fabian Senninger fallen beim SVM auch Sven Goldschmidt, Patrick Posipal, Steffen Puttkammer und Martin Wagner aus.

Heimbilanz: Der SV Meppen liegt mit drei Siegen, einem Unentschieden und drei Niederlagen in der Heimtabelle im Mittelfeld. Kurios: in der gesamten letzten Saison verloren die Emsländer nur dreimal vor eigenem Publikum – in 19 Spielen.

Das Restprogramm: Sechs Spiele warten noch bis Weihnachten. Nach der KSC-Partie trifft Meppen auf die Mitkonkurrenten FSV Zwickau, Fortuna Köln und Carl Zeiss Jena, ehe Lautern und Lotte im Emsland auflaufen.


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