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Mittwoch Wiedersehen mit Geiger SV Meppen will im Landespokal Selbstvertrauen tanken

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Jubeln durfte Dennis Geiger  (M.) - wie hier mit Jens Robben (l.) und Mirco Born - häufiger beim SV Meppen. Jetzt spielt der 34-Jährige für den Pokalgegner SSV Jeddeloh. Mittwoch kommt es zum Wiedersehen. Foto: ScholzJubeln durfte Dennis Geiger (M.) - wie hier mit Jens Robben (l.) und Mirco Born - häufiger beim SV Meppen. Jetzt spielt der 34-Jährige für den Pokalgegner SSV Jeddeloh. Mittwoch kommt es zum Wiedersehen. Foto: Scholz

Meppen . Der SV Meppen sucht das Erfolgserlebnis im Niedersachsenpokal. Am Mittwoch um 15 Uhr tritt der emsländische Drittligist beim Regionalligisten SSV Jeddeloh an, den neuen Verein des Ex-SVM-Abwehrspielers Dennis Geiger.

Doch das Pokalgeschäft ist trügerisch. Denn das klassenhöhere Team spielt auswärts, steht als Favorit unter Druck, muss auf womöglich nicht gewohnt gutem Rasen und unter nicht so hellem Flutlicht antreten. Und: „Der Gastgeber ist heiß, die Spieler brennen!“ Das weiß auch Meppens Trainer Christian Neidhart. Diese Erfahrung hat in der aktuellen Pokalrunde schon Eintracht Braunschweig gemacht. Der Zweitligaabsteiger verlor im Viertelfinale beim Titelverteidiger Drochtersen/Assel mit 4:5 nach Elfmeterschießen.  

Regeneration

Am Montag stand neben der Regeneration die Vorbereitung auf das erste Aufeinandertreffen im Pflichtspiel mit Jeddeloh auf dem Programm. Marco Komenda, der gegen Münster noch wegen einer Gelbroten Karte gesperrt war, steht wieder zur Verfügung. Dafür fallen allerdings Martin Wagner (Verdacht auf Kapselverletzung) und Steffen Puttkammer (Verdacht auf Muskelfaserriss) aus. Wohl nicht nur in Jeddeloh, sondern auch am Sonntag beim Punktspiel in Halle. Zudem stehen Marcel Gebers, Fabian Senninger, Patrick Posipal und Markus Ballmert weiterhin nicht zur Verfügung.

Marius Kleinsorge (l.) wurde gegen Münster früh für den verletzten Kapitän Martin Wagner eingewechselt. Foto: Scholz


Keine Experimente

Der SV Meppen wird das Pokalspiel auf keinen Fall zum Experimentieren nutzen. Neidhart kündigt die stärkste Mannschaft an. Denn über diesen Wettbewerb will der Drittligist wieder Selbstvertrauen tanken. Das braucht er im Kampf um den Klassenerhalt nach zuletzt zwei Niederlagen in Großaspach und gegen Münster. Zudem würde ein Erfolg im Pokalwettbewerb, in dem der SVM in den vergangenen Jahren selten geglänzt hat, für Ruhe im noch immer wenig aufgeregten Umfeld sorgen.

Oldenburg-Trauma besiegt

In der ersten Pokalrunde haben die Emsländer ihr Oldenburg-Trauma besiegt. Jetzt treffen sie allerdings auf einen Gegner, der etliche ehemalige VfB-Spieler in seinen Reihen hat, darunter auch Nils Laabs, der in elf Duellen mit dem SVM vier Tore geschossen hat, Torwart Christian Meyer, Angreifer Torsten Tönnies, Peer-Bent Wegener, Florian Stütz, Kevin Samide, Shaun Minns oder Julian Bennert. Co-Trainer Patrick Zierott, der auch schon für den VfL Herzlake und den TuS Lingen aktiv war, hat für den VfB noch sechs Zweitligaspiele absolviert.

In Oldenburg besiegte der SVM sein VfB-Trauma: Meppen zog in die nächste Pokalrunde ein. Das Foto zeigt Luka Tankulic (am Ball) und Thilo Leugers. Foto: Scholz


Auch Gnerlich beim SSV

Zudem stehen dem jungen SSV-Trainer Key Riebau zwei Spieler zur Verfügung, die in der vergangenen Saison noch zum Meppener Kader zählten und entsprechend motiviert sein werden: Der junge Abwehrspieler Conor Gnerlich, der sich schon nach einem halben Jahr Richtung Jeddeloh verabschiedet hat, und Routinier Dennis Geiger, der gern in Meppen geblieben wäre.

Neidhart schaute zu

Neidhart hat das Duo am Samstag beim 3:0 gegen den Lüneburger SK unter die Lupe genommen. Gnerlich (11 Saisoneinsätze/1 Tor) und Geiger (6/0) bildeten den rechten Teil der Viererkette in der Abwehr. Geiger hat immerhin dreieinhalb Jahre für Meppen gespielt, kam zu 75 Einsätzen, in denen er sechs Treffer erzielte. Einer davon war für das Tor des Monats vorgeschlagen. Und er war im DFB-Pokal gegen den 1. FC Köln dabei (0:4), also beim letzten Auftritt der Emsländer in dem Wettbewerb, der jetzt wieder auf der Wunschliste steht.

Jeddeloh im DFB-Pokal 2:5 gegen Heidenheim

Geiger hat den jüngsten DFB-Pokalauftritt des SSV Jeddeloh gegen den 1. FC Heidenheim (2:5 vor 4500 Zuschauern im Oldenburger Marschwegstadion) verpasst. Er hatte sich zuvor einen Rippenbruch zugezogen. Aber Mittwoch gegen Meppen steht seinem Einsatz nichts im Wege. „Ich gehe davon aus, dass ich dabei bin“, erklärt er vor dem Training am Montagabend. Er freut sich darauf, dass er „die Jungs wiedersieht“. Zu etlichen hat er regelmäßig Kontakt, der auch vor den Aufeinandertreffen nicht abreißt. Ins Stadion hat er es zuletzt nicht geschafft. „Aber ich verfolge die Meppener Spiele.“ 

"Meppen Favorit"

Weil Meppen höherklassig spielt und Jeddeloh auf die Kombination Arbeit und Fußball setzt, nennt Geiger seinen Ex-Verein als Favoriten. Er weiß aber auch, dass der Pokal seinen besonderen Reiz, nämlich die Chance für den Außenseiter hat. 


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