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1:2 gegen Preußen Münster SV Meppen nach Doppelschlag am Boden

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Meppen. Der SV Meppen ist nach der dritten Heimniederlage Vorletzter. Vor 9041 Zuschauern verloren die Emsländer mit 1:2 (0:0) gegen den Tabellenzweiten Preußen Münster.

Eine Niederlage, die die Emsländer mit etwas mehr Glück in der Nachspielzeit noch hätten abwenden können. Neuzugang Nick Proschwitz gelang nach einer Hereingabe von Marius Kleinsorge der Anschlusstreffer. „Danach hätte Thilo Leugers noch den Ausgleich machen können. Das wäre es gewesen. Das hätten wir brauchen können“, erinnerte Trainer Christian Neidhart an den Schuss des Mittelfeldspielers. Aber der Ball fand den Weg ins Tor nicht.

0:1 nach Leugers-Rückpass

Ausgerechnet Leugers, der mit seinem unglücklichen Rückpass nach der Pause den Rückstand einleitete. Der Ball wurde von Jovan Vidovic abgefälscht und fiel Münsters durchstartendem Tobias Rühle vor die Füße, der ließ sich die Chance nicht entgehen. Die Führung für den Tabellenzweiten. „Das darf so nicht passieren“, erklärte SVM-Trainer Christian Neidhart. Aber so etwas passiert im Tabellenkeller offenbar häufiger als sonst. „Wir haben sie Situation, die Meppen uns angeboten hat, genutzt“, erklärte Preußen-Trainer Marco Antwerpen.

Die Chance zum späten Ausgleich hatte Thilo Leugers (M.). Foto: Scholz


0:2 gut herausgespielt

Die noch geschockten Gastgeber fingen sich nur drei Minuten später das 0:2 ein, als René Klingenburg eine gut herausgespielte Aktion für die Gäste nutzte. Das schien die Entscheidung gewesen zu sein. Aber Meppen steckte nicht auf, kam noch zu Chancen, nutzte aber nur noch eine.

Preußen-Trainer Antwerpen sehr zufrieden

Neidhart bescheinigte seinem Team ordentlich gegengehalten zu haben. „Wir haben am Ende alles versucht und nach vorn gespielt.“ Die kleinen Unterschiede hätten das Spiel entschieden. Antwerpen zeigte sich mit dem Auftritt seiner Mannschaft „sehr, sehr zufrieden. Das war ein tolles Auswärtsspiel.“



Chancen für Kobylanski

Die Gäste fanden jedenfalls besser ins Spiel. Ihnen gehörten die ersten 20, 25 Minuten. Sie agierten mit einem flexiblen Fünfer-Mittelfeld und zeigten beim schnellen Umschalten Qualität. Martin Kobylanski, der zuletzt das goldene Tor gegen Würzburg erzielte, hatte gleich drei Möglichkeiten: Nach einem weiten Einwurf von Lion Schweers lenkte Vidovic die Direktabnahme zur Ecke, nach einer Hereingabe von Tobias Rühle grätschte er den Ball knapp am langen Pfosten vorbei und verfehlte noch einmal knapp.

Wagner und Puttkammer verletzt raus

Dann kamen die Meppener auf, die schon zwei Rückschläge wegstecken mussten: Nach einem fulminanten Pressschlag blieb Mannschaftskapitän Martin Wagner am Boden liegen, humpelte nach einer Behandlungspause vom Feld. Für ihn kam in der 23. Minute Marius Kleinsorge, der auf den rechten Flügel ging,  Nico Granatowski wechselte nach links. Nur sieben Minuten später zog sich Puttkammer nach Sprint und Kopfball-Rettungsaktion eine Verletzung zu. Nichts ging mehr. David Vrzogic kam auf die linke Seite der Innenverteidigung, Vidovic ging nach rechts.


Undav-Schuss an die Latte gelenkt

Der SVM, der bis dahin außer einem Schuss von Luka Tankulic wenig Chancen verzeichnet hatte, kam besser ins Spiel. Deniz Undav hatte Pech, dass Torwart Schulze Niehues das Leder gerade noch an die Latte lenken konnte (29.). Dann traf Kleinsorge den Ball nach einem Anspiel von Granatowski von der linken Seite nicht richtig. „Torchancen, aber nicht so hochkarätig“, stimmten beide Trainer überein. 

Zwei Chancen kurz nach der Pause

Nach dem Wechsel machte Münster wieder Dampf, aber die ersten beiden Chancen gehörten den Emsländern: Bei Schüssen von Undav und Leugers klärten die Preußen. „Das wäre die Führung gewesen“, wäre Neidhart gespannt gewesen, „wie das Spiel dann gelaufen wäre". Aber das erste Tor schossen gut zwei Minuten später die Preußen.

Den späten Anschlusstreffer erzielte Nick Proschwitz. Foto: Scholz


Veränderungen auf zwei Positionen

Meppens Trainer Christian Neidhart hatte sein Team im Vergleich zur Partie in Würzburg auf zwei Positionen geändert: Der wieder genesene Nico Granatowski übernahm den Part von Marius Kleinsorge auf der rechten offensiven Außenbahn. Erwartungsgemäß rückte Steffen Puttkammer für den gesperrten Marco Komenda in die Innenverteidigung neben Jovan Vidovic.  

Münster reist aus Aselage an

Zwangsweise stellte auch Münster um: Für den gesperrten Mittelfeldspieler Kevin Rodrigues Pires kam Philipp Müller. Die einzige Veränderung des Teams, das bereits am Samstag ins Romantik-Hotel Aselager Mühle gefahren war. So mussten die Preußen am Spieltag nur noch knapp 30 statt gut 130 Kilometer anreisen.


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