Interview mit Meppens Granatowski "Das Torverhältnis könnte am Ende entscheidend sein"

Meine Nachrichten

Um das Thema SV Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Nico Granatowski (links) bejubelt mit Martin Wagner seinen Treffer zum 2:0. Foto: Werner ScholzNico Granatowski (links) bejubelt mit Martin Wagner seinen Treffer zum 2:0. Foto: Werner Scholz

Meppen. Vor dem 1:0 von Thilo Leugers bediente er den Torschützen. Das zweite Tor des SV Meppen machte Nico Granatowski gleich selbst. Nach dem 4:2-Heimerfolg gegen Eintracht Braunschweig stellte sich der 27-jährige Außenstürmer den Fragen der Emslandsportredaktion.

Herr Granatowski, war der Sieg ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk für den Trainer?

Kann man jetzt quasi so sagen. So lässt es sich auf jeden Fall leichter feiern. Nee, wir wollten unbedingt die drei Punkte. In den letzten beiden Spielen haben wir uns nicht belohnt. Aber heute haben wir uns schon - bis auf die letzten zehn Minuten - belohnt für unsere gute Leistung. 

Wieviel Druck hat die Mannschaft im Vorfeld gespürt, denn es war ein sehr wichtiges Kellerduell?

Druck haben wir gar nicht. Klar, die Tabelle sagt etwas Anderes aus. Wir wussten, dass wir in den letzten Spielen gut gespielt haben und wollten schon Druck ablassen. Die Punkte heute waren extrem wichtig. Jetzt haben wir wieder den Anschluss geschafft und müssen gegen 1860 nachlegen. 

Erklären Sie, wie Ihr Tor zum 2:0 nach Ecke von der rechten Seite gefallen ist? 

Ich denke, dass mich der Gegenspieler im Sechszehner nicht foulen wollte. Habe gemerkt, dass ich Platz habe und gesehen, dass die lange Ecke frei ist. Im letzten Spiel habe ich nicht geschossen. Jetzt habe ich mal wieder geschossen und wurde belohnt.

Sie werden in dieser Saison also doch noch zum Torjäger und visieren eine zweistellige Zahl an?

(schmunzelt) Es war vor kurzem eine Ansage von ihnen im Videointerview. Deshalb muss ich das auch umsetzen.  

Ihre Familie ist hier. Mit wem und wie feiern Sie heute?

Meine gesamte Familie ist da. Und heute Abend gönnen wir uns das eine oder andere Bier. Das Jersey wird heute auseinander genommen (lacht).

Nico Granatowski glücklich nach dem 4:2-Sieg beim Abklatschen mit den Fans, dahinter ist Deniz Undav. Foto: Werner Scholz


Sie sind gebürtiger Braunschweiger und haben auch bei der Eintracht gespielt. Wie ist es für Sie, gegen Ihren Heimatverein, der deutlich höhere Ambitionen hat, zu gewinnen?

Auf dem einen Auge habe ich heute ein glückliches Lächeln. Auf dem anderen tut es schon weh, sowas zu sehen. Denn ich kenne die Stadt und den Verein. Es ist schon schade, wie es zur Zeit da läuft. 

Nach dem Spiel ließ sich Nico Granatowski mit seiner Familie fotografieren. Foto: Dieter Kremer


Das 4:2 war ein wichtiger Sieg. Aber es hilft alles nichts, wenn der SV Meppen nicht nachlegt, oder?

Genauso ist es. Wir denken von Spiel zu Spiel - so wie in der letzten Saison. Jetzt wollen wir gegen 1860 nachlegen. Dann kommt die Länderspielpause, in der wir uns erholen wollen. Und dann sehen wir mal, was kommt. 

Die zwei Gegentore zum Schluss sind aus Ihrer Sicht "nur" Schönheitsfehler? Ärgern Sie die beiden Treffer? Oder hakt man die an solch einem Tag einfach ab?

Die ärgern uns auf jeden Fall. Denn das Torverhältnis könnte am Ende entscheidend sein. Deswegen haben wir es eben im Kreis auch gesagt, dass uns das nicht passieren darf. Dass man den Gegner dadurch aufbaut und die gute Leistung vielleicht ein bisschen schmälert.



Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN