Stimmen zum 2:5 des SV Meppen gegen Werder Vrzogic: "Der Trainer ist zu Recht sauer"

Meine Nachrichten

Um das Thema SV Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Sauer nach dem Spiel: Trainer Christian Neidhart. Foto: Werner ScholzSauer nach dem Spiel: Trainer Christian Neidhart. Foto: Werner Scholz

Meppen. Hinten Geschenke verteilt - so lautet das Fazit des SV Meppen nach der 2:5-Testspielniederlage gegen Werder Bremen. Hier die Stimmen zum Spiel.

David Vrzogic (Linksverteidiger des SV Meppen): Bei den heutigen Gegentoren waren Geschenke dabei. Da haben wir Weihnachten vorgezogen. Das darf uns auf dem Holzacker nicht passieren. Nichtsdestotrotz denke ich, dass wir in der zweiten Halbzeit ganz gut gespielt haben. Wir haben es noch mal versucht und sind noch mal rangekommen. Haben aber dann ärgerliche Gegentore kassiert, weshalb der Trainer zu Recht sauer ist - und wir auch. Im Spiel nach vorne haben wir die Räume bekommen, die wir im Training auch trainiert haben. Man hat in der zweiten Halbzeit gesehen - wenn die Box besetzt ist und wir schnell umschalten - dann kommen wir auch zu Chancen und können auch Tore schießen. Daran gilt es jetzt in der nächsten Woche anzuknüpfen, gut zu arbeiten und in Wiesbaden eine Topleistung abzurufen.   


Werder bejubelt den vierten Treffer. Foto: Werner Scholz


Julian von Haacke (Mittelfeldspieler des SV Meppen): Ich glaube, jedes Gegentor, das wir gekriegt haben, war unnötig. Das erste haben wir uns selbst reingemacht. Das dritte war ein Standard, woraus eine Kontersituation resultierte. Das vierte haben wir uns auch wieder selbst reingelegt. Das waren so unglaublich vermeidbare Gegentore. Das geht natürlich nicht, dass du Tore kassierst, die alle vermeidbar sind. Wir haben uns selbst einige Chancen erspielt. Für mich war es das erste Mal, dass ich gegen Werder gespielt habe. Auf dem Platz denkst du nicht großartig darüber nach. Es war natürlich schön, die Leute, die man kennt, wiederzusehen und ein bisschen zu quatschen. Vor dem Anstoß spricht man noch zwei, drei Sätze. Aber auf dem Platz war dann jeder für sich. Danach ist es wieder dann sehr herzlich. Es sind noch einige dabei wie Claudio (Pizarro, Anm. der Redaktion), mit denen ich zusammengespielt habe. Wenn Werder das Ziel Europa League ausspricht, dann wird sich Flo Kohfeldt, den ich auch ganz gut kenne, darüber seine Gedanken gemacht haben. Und dann gehe ich davon aus, dass sie es erreichen können. 


Julian von Haacke (in Schwarz) gegen Davy Klaassen. Foto: Werner Scholz


Max Wegner (Stürmer des SV Meppen): Eigentlich haben wir gar nicht so schlecht gespielt. Aber das waren größtenteils Eigentore, die wir uns heute gefangen haben. Das zieht so ein Spiel nach hinten raus natürlich extrem runter. Nach vorne hatten wir heute schon ein, zwei Möglichkeiten, auch in der zweiten Halbzeit. Haben uns in der zweiten Halbzeit auch mal dafür belohnt, was schon mal ganz gut war. Hinten müssen wir auf jeden Fall noch ein bisschen Sicherheit bekommen. Gegen Wehen Wiesbaden wird es ziemlich schwer, glaube ich. Jetzt haben wir eine Woche Zeit, das zu verinnerlichen. Dann bin ich eigentlich guter Dinge, dass wir in Wiesbaden gestärkt auftreten. Aus dem jetzigen Werder-Kader war aus meiner Zeit Maxi Eggestein noch dabei. Ansonsten sind es eigentlich alles neue Spieler. Von denen kenne ich keinen mehr persönlich. Ich habe schon eine lange Zeit bei Werder verbracht und mich auch mit dem Verein identifiziert. Von den Verantwortlichen sind noch viele dieselben wie zu meiner Zeit. Von daher ist es schon etwas Besonderes, gegen Bremen zu spielen. 


Meppens Max Wegner gegen Sebastian Langkamp. Foto: Werner Scholz


Deniz Undav (Doppeltorschütze des SV Meppen): Die Tore waren sehr wichtig für mich. Im Testspiel gegen Altenoythe habe ich ja auch zwei Tore gemacht. Natürlich war der Gegner schwächer als Werder Bremen. Aber es gibt mir natürlich mehr Selbstvertrauen als ich vorher hatte. Vorne haben wir unsere Chancen gehabt, müssen vielleicht noch zwei Tore mehr machen, wenn wir einen besseren Tag erwischen. Hinten kriegen wir die Gegentore zu leicht. Daran müssen wir arbeiten. Ich hoffe, dass wir das schnell in den Griff kriegen, damit wir in der Liga gut gewappnet sind. Bei meinem zweiten Tor bin ich leicht umgenickt, aber es ist nichts Dramatisches. Wenn ich Spieler sehe wie Pizarro, die ich vorher nur im Fernsehen gesehen habe, ist es schon etwas Großartiges, mal gegen solche Leute zu spielen. Meine Werder-Vergangenheit war ja in den jungen Jahren. 


Marco Komenda gegen Claudio Pizarro. Foto: Werner Scholz




Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN