Basketballer schließen Saison als Elfter ab Artland Dragons: Noch einmal Charakter bewiesen

Schwer machten es die Dragons um Kapitän Pierre Bland (schwarzes Trikot) ihrem Gegner aus Rostock.
Foto: Rostock Seawolves/Stefan JunghannsSchwer machten es die Dragons um Kapitän Pierre Bland (schwarzes Trikot) ihrem Gegner aus Rostock. Foto: Rostock Seawolves/Stefan Junghanns

Rostock/Osnabrück. Im letzten Saisonspiel haben die Artland Dragons noch einmal eine ihrer großen Stärken unter Beweis gestellt. Die Quakenbrücker Basketballer gewannen bei den Rostock Seawolves mit 85:79 (36:45) und schließen ihre erste Spielzeit in der ProA als Elfte ab. Das Besondere am letzten Auftritt: Wieder mal zeigten die Drachen Moral und drehten einen großen Rückstand.

Die Situation vor dem Spiel: Für die Quakenbrücker ging es nur noch um einen guten Saisonabschluss, für Rostock um die Platzierung für die anstehenden Playoffs. Im Endeffekt war nicht nur der Spielverlauf kurios, sondern auch das Resultat. Die Seawolves rutschten in der Tabelle auf Platz fünf. Nach einer Niederlage nicht verwunderlich, allerdings wäre im Fall eines Sieges das Gleiche passiert. Durch direkte Vergleiche wäre Rostock auch dann Fünfter geworden. 

Rückstand gedreht

Den Dragons und ihren rund 100 mitgereisten Fans unter den 4033 Zuschauern in der Rostocker Stadthalle war das alles natürlich ziemlich egal. Sie freuten sich über den guten Abschluss und eine weitere große Aufholjagd. Zum dritten Mal in den letzten sieben Saisonspielen drehten die Dragons einen Rückstand von 15 Punkten oder mehr noch in einen Sieg.

Disziplinarische Maßnahme

In Rostock lagen die Drachen sechs Minuten vor Ende des dritten Viertels sogar mit 22 Punkten zurück. Die Spielerrotation war am Vormittag noch um eine Position geschrumpft. Aus disziplinarischen Gründen durfte Brian Oliver, der auch in den weiteren Planungen keine Rolle spielt, nicht mit in Richtung Ostsee fahren. Der übrige Kader bekam dann in den ersten zweieinhalb Vierteln keinen rechten Zugriff auf das Spiel, und Rostock setzte sich so immer weiter ab.

Alle Spieler punkteten

Im dritten Viertel kamen die Dragons dann aber immer besser in die Partie. Zwar lagen sie zu Beginn des Schlussabschnitts noch mit 15 Zählern hinten (49:64), drehten nun aber richtig auf. Der zuvor komplett unauffällige Demetris Morant erzielte alle seine neun Punkte und holte viele Rebounds. Youngster Thorben Döding führte klug Regie und erzielte ebenfalls sehr wichtige Zähler, was zum wiederholten Male auch für Routinier Chase Griffin galt. Insgesamt punkteten alle zehn eingesetzten Spieler und sorgten so für den positiven Abschluss.

„Es zeigt den Charakter der Spieler und auch ihren Respekt dem Trainerteam, den Fans und der ganzen Organisation gegenüber. Jeder hat noch einmal etwas gezeigt“, zog Trainer Florian Hartenstein zufrieden das Fazit des letzten Saisonspiels.


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