Nach Präsentation bei Länderspiel Viel Spott für EM-Maskottchen: Das steckt wirklich hinter "Skillzy"

Das ist "Skillzy", das Maskottchen der EM 2020. Foto: imago/VI ImagesDas ist "Skillzy", das Maskottchen der EM 2020. Foto: imago/VI Images

Amsterdam. Die UEFA hat beim Länderspiel zwischen den Niederlanden und Deutschland das Maskottchen für die EM-Endrunde 2020 vorgestellt. Im Internet machen Spott und Häme die Runde. Hinter der Auswahl von "Skillzy" steckt jedoch eine Idee.

Pünktlich zum Start der EM-Qualifikation hat die UEFA das Maskottchen vorgestellt, das die erste paneuropäische Endrunde im Jahr 2020 begleiten soll: Vor dem Quali-Spiel zwischen den Niederlanden und Deutschland zelebrierte der Europäische Fußballverband die Präsentation der Figur, die den Namen "Skillzy" tragen wird.

Inhaltlich wurde das Maskottchen von der Freestyling- und Straßenfußballerkultur inspiriert. Optisch handelt es sich bei "Skillzy" um ein Männchen mit braunem Scheitel, leichtem Silberblick und einem blauen Kapuzenoberteil. Für viele Fußball-Fans unverständlich, warum sich die UEFA für eine dermaßen "hässliche" Figur entschied – an Hohn und Spott im Internet mangelte es nicht: 

Verschiedene Twitter-User fühlten sich durch "Skillzy" an unterschiedliche Persönlichkeiten aus dem Show- und Sportbusiness erinnert: 

Für die UEFA ist "Skillzy" aber offenbar mehr als nur ein Maskottchen. "Es ist eine ganz besondere Ehre für uns, die Schönheit des Freestyling, des Straßenfußballs und des Panna-Fußballs den Fans in ganz Europa zeigen zu können", erklärte die ehemalige Freestyle-Weltmeisterin Liv Cooke, die bei der Zeremonie auf dem Rasen der Johan-Cruyff-Arena mit anwesend war. "Egal, ob ihr im Park oder vor den Augen der Welt spielt, egal, ob Fußball oder Freestyling, es geht darum, sich selbst mit dem Ball am Fuß auszudrücken."

Fußballfans und talentierte Straßenkicker sind nun durch den Verband aufgerufen, Cookes Rat zu folgen und ihr Künste der Welt zu präsentieren. Auf einer Webseite können Interessierte ihre eigenen Videos hochladen und ihre Fähigkeiten zeigen, die am besten zu den zwölf Gastgeber-Städten der EM passen. Die Europameisterschaft wird vom 12. Juni bis 12. Juli 2020 in Deutschland (München), Aserbaidschan (Baku), Dänemark (Kopenhagen), England (London), Irland (Dublin), Italien (Rom), den Niederlanden (Amsterdam), Rumänien (Bukarest), Russland (St. Petersburg), Schottland (Glasgow), Spanien (Bilbao) und Ungarn (Budapest) ausgetragen.

Den Einsendern von Videos winkt eine Rolle im Rahmenprogramm während der EM-Endrunde. Je ein weiblicher und ein männlicher Teilnehmer haben die Chance, ihre Künste dann einem breiten Publikum zu präsentieren. "Die UEFA EURO 2020 wird eine der größten Sportveranstaltungen der Geschichte, die Eingliederung der Freestyle-Kultur wird dafür sorgen, dass dieses Spektakel für alle noch attraktiver wird", sagte der frühere Freestyle-Europameister Tobias Becs, der neben Liv Cooke in der Jury sitzen wird, die über die Videoauswahl entscheiden wird.

Die Idee, die hinter "Skillzy" steckt, ist damit also nachvollziehbar. Dennoch wundern sich viele User, warum das Maskottchen ein so befremdliches Aussehen haben muss.

Kritiken an Maskottchen von Welt- oder Europameisterschaften sind nicht neu. 2006 beispielsweise, bei der WM in Deutschland und schon vor Zeiten, als alles in Sozialen Medien kommentiert wurde, wurde "Goleo" mit Hohn überschüttet. Vor allem die Tatsache, dass der Löwe im schwarz-weißen Deutschland-Trikot keine Hose trug, wird ihm noch heute verübelt:

"Skillzy" wird die EM-Endrunde 2020 als Maskottchen begleiten. Foto: imago/MIS

Fußball-Maskottchen im Wandel der Zeit:


















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