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14.03.2019, 20:29 Uhr KOMMENTAR

FC Bayern ist vorerst weg von der Landkarte

Ein Kommentar von Malte Schlaack


Robert Lewandowski und Mats Hummels sind nach dem Aus im Achtelfinale frustriert. Foto: WittersRobert Lewandowski und Mats Hummels sind nach dem Aus im Achtelfinale frustriert. Foto: Witters

München. Es wäre so einfach: Man könnte ohne Weiteres in den immer größeren Chor derer einstimmen, die den Abgesang auf den deutschen Fußball gestartet haben. WM-Aus 2018, Viertelfinale in der Champions League 2019 ohne deutsche Mannschaften – schrecklich, furchtbar. Aber ist wirklich alles so schlimm? Ein Kommentar.

Jürgen Klopp hatte natürlich leicht reden. Da saß der Trainer des FC Liverpool im Presseraum der Münchener Arena und zeigte ein strahlendes Lächeln. Auf die Frage, ob der englische Fußball nach drei Siegen im Achtelfinale der Bundesliga so weit überlegen sei, blieb Klopp diplomatisch.

Schalke habe im Hinspiel gegen City Pech gehabt, Borussia Dortmund habe es gegen Tottenham Hotspur im Rückspiel verpasst, ein Tor zu schießen. Und der FC Bayern hätte seine Liverpooler auch schlagen können, ohne dass es ein Wunder gewesen wäre.

Passiert ist das alles nicht, und alle drei deutschen Vertreter sind verdient ausgeschieden. Aber daraus nun gleich den Untergang von Fußball-Deutschland herleiten zu wollen ist eine Nummer zu groß. Der große Unterschied zu sonst ist, dass auch für die Bayern schon so früh Endstation ist.

So gibt es jetzt viele klare Worte und Forderungen. Einige sind überzogen, aber solange sie zum Nachdenken und Handeln anregen, ist das schon ein Erfolg. Und nur zur Erinnerung: Im Sommer 2017 gewann die deutsche Nationalmannschaft den Confed-Cup und die U21 wurde Europameister. Das ist gerade einmal zwei Jahre her.


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