Nach Doping-Razzien bei Ski-WM ZDF setzt Übertragung fort: "Ein Ausstieg hilft nicht weiter"

Von dpa

Die Nordische Ski-WM wird seit Mittwoch von einem Doping-Skandal überschattet. Foto: dpa//Matthias SchraderDie Nordische Ski-WM wird seit Mittwoch von einem Doping-Skandal überschattet. Foto: dpa//Matthias Schrader

Seefeld. Trotz des Doping-Skandals bei der Nordischen Ski-WM will das ZDF die Übertragung fortsetzen und weiter berichten.

Das ZDF wird trotz des Doping-Skandals weiter von den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften im österreichischen Seefeld berichten. "Wir nutzen die Live-Berichterstattung, um auch über diese kriminellen Aspekte im Sportumfeld zu berichten. Ein Ausstieg aus der Berichterstattung hilft nicht weiter", teilte ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann auf Anfrage der Deutsche Presse-Agentur mit.

Bei einer Razzia des österreichischen Bundeskriminalamtes waren am Mittwoch sieben Personen festgenommen worden. Fünf davon sind Sportler. Zudem wurden in Erfurt ein deutscher Sportmediziner und ein mutmaßlicher Komplize festgenommen.

Über die Berichterstattung am Mittwoch sagte Fuhrmann: "Wir haben umgehend und ausführlich in unserer Sport-Livesendung aus Seefeld ab 14.00 Uhr berichtet. Zusätzlich gibt es in den Heute-Nachrichten und im Heute-Journal umfassende Beiträge zu den Razzien und Verhaftungen."

Österreich zieht seine Langlauf-Staffel zurück

Österreich wird in der Männer-Staffel bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld am Freitag nicht vertreten sein. Der gastgebende Skiverband verzichtet nach den Festnahmen von zwei Athleten wegen Blutdopingverdachts am Mittwoch auf eine Teilnahme. Der ÖSV verfügt in Seefeld nur noch über drei erfahrene Langläufer sowie zwei in der Staffel wohl überforderte Nachwuchsathleten. In der Frauen-Staffel am Donnerstag ist der mit nur zwei Athletinnen nach Seefeld gekommene Verband ebenfalls nicht am Start.


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