Wunderkind Rudolph Ingram 100 Meter in 13,48 Sekunden: Siebenjähriger auf den Spuren von Usain Bolt

Meine Nachrichten

Um das Thema Sport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Usain Bolt (m.) hält den Weltrekord über 100 Meter. Foto: imago/UPI PhotoUsain Bolt (m.) hält den Weltrekord über 100 Meter. Foto: imago/UPI Photo

Tampa. In den USA sorgt ein siebenjähriger Knirps für Aufsehen: Rudolph Ingram besticht durch seine unglaubliche Schnelligkeit, sein wahnsinniges Talent im American Football und zudem durch hervorragende Schulnoten. Ein echtes Wunderkind.

100 Meter in 13,48 Sekunden: Was klingt wie der Wert eines erfahrenen Leichtathletik-Profis, ist tatsächlich die Zeit, die der siebenjährige Rudolph Ingram aus den USA für die Sprintdistanz benötigt. Mit seinen Bildern und Videos sorgt der kleine Mann mit der Rastafrisur weltweit für Aufsehen. Der Instagram-Account des nicht einmal 1,20 Meter kleinen Wunderkindes, der von dessen Vater Rudolph Ingram Senior gepflegt wird, hat bereits über 310.000 Abonnenten. 

"Blaze The Great", so lautet der Spitzname des gerade einmal 23 Kilogramm leichten Knaben, beeindruckt: Egal bei welcher Veranstaltung er auch antritt – seine gleichaltrigen Kontrahenten sehen gegen ihn kein Land. Am vergangenen Wochenende lief der Knirps bei einem Meeting in seiner Heimat Florida besagte 13,48 Sekunden, die 60 Meter absolvierte er in 8,68 Sekunden.

Ingram hat bereits diverse Jugendmeisterschaften gewonnen und gilt gemeinhin als der Usain Bolt der Zukunft. Der Jamaikaner, der 2017 seine Sprint-Karriere beendete, hält mit 9,58 Sekunden den Weltrekord in der Königsdisziplin der Leichtathletik. 

"Mein Papa hat mir gesagt, ich könne alles schaffen, wenn ich es nur will. Und ich will das schnellste Kind der Welt sein", wird der Siebenjährige auf seiner Instagramseite zitiert. Nimmt man die Zahlen zur Hand und sieht die Videos, stehen die Chancen gut, dass Ingram sein Ziel bereits erreicht hat. 

Doch Blaze besticht nicht nur durch seine unglaubliche Schnelligkeit. Auf mehreren Videos ist zu sehen, dass er zudem auch ein hervorragender American-Football-Spieler ist. Im vergangenen August machte bereits ein Video von ihm im Internet die Runde, das sogar Basketball-Legende LeBron James zu einem Kommentar veranlasste. "Oh mein Gott!! Der Junge ist unglaublich beweglich. Wie er den Ball von einer Hand am Verteidiger vorbei in die andere nimmt, macht alles noch beeindruckender", schrieb "King James.

Der kleine Rudolph spielt als Runningback und Safety für die Tampa Bay Ravens und ist auch hier in seiner Altersklasse mit Abstand der Beste: In der aktuellen Regular Season gelangen ihm zehn Touchdowns – er ist der "MVP" der Liga. Gefördert wird er von seinem Vater, der aus seinem Filius gerne einen großen Football-Star machen würde.

"Ich bin überaus stolz auf ihn als Vater und als Trainer. Er arbeitet extrem hart, ist so respektvoll, hat immer ein Lächeln auf seinem Gesicht und akzeptiert das Rampenlicht sehr demütig. Er hat eine glänzende Zukunft vor sich. Ich bin überwältigt, ein Teil davon zu sein", sagte der Vater in einem Interview mit youth1.com bereits im vergangenen Jahr.

Vater und Sohn beim gemeinsamen Training

Dennoch legt Ingram Senior offenbar nicht nur Wert auf die sportliche Entwicklung seines Sohnes. In der vergangenen Woche postete er ein Foto des aktuellen Schulzeugnisses von Rudolph junior, und siehe da: das Allroundtalent hat ausschließlich die Bestnoten A und B, was im deutschen Schulsystem in etwa Einsen und Zweien entspricht. 

Welchen Weg Ingram tatsächlich einschlagen wird, bleibt abzuwarten. Eine NFL-Karriere darf man frühestens im Alter von 20 oder 21 Jahren beginnen, eine Leichtathletikkarriere möglicherweise schon früher. Vielleicht geht das Wunderkind aber irgendwann auch aufs College und lernt einen normalen Beruf. Die Zeit wird es zeigen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN