4,42 Milliarden Euro DFL macht Rekordumsatz – doch der Chef warnt

Von dpa

DFL-Boss Christian Seifert bewertet die positive finanzielle Entwicklung der DFL mit Vorsicht. Foto: dpa/Frank RumpenhorstDFL-Boss Christian Seifert bewertet die positive finanzielle Entwicklung der DFL mit Vorsicht. Foto: dpa/Frank Rumpenhorst

Frankfurt. Die Deutsche Fußball Liga macht einen Umsatz wie noch nie zuvor. Doch Chef Christian Seifert warnt vor der Entwicklung.

Der deutsche Profifußball hat in der Saison 2017/18 einen Umsatzrekord von 4,42 Milliarden Euro erzielt. Dies berichtet das "Handelsblatt" (Mittwoch) mit Bezug auf den "Wirtschaftsreport 2019" der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Vor allem ein neuer Medienvertrag trug demnach 65 Prozent zum Wachstum bei. Für die Spielzeit 2016/17 hatte die DFL einen Umsatz von 4,01 Milliarden Euro vermeldet.

Manche Spielergehälter "schwer nachvollziehbar"

Die Bundesliga sei "im Großen und Ganzen sehr gesund", sagte DFL-Chef Christian Seifert der Wirtschaftszeitung. Der Profifußball sei über ein Jahrzehnt hinweg sechsmal stärker als die deutsche Wirtschaft gewachsen. Er räumte aber ein, dass manche Spielergehälter "tatsächlich schwer nachvollziehbar" seien.

Liga-Chef Seifert bekräftigte zudem, im Frühjahr 2020 die Medienrechte neu vergeben zu wollen und daran "bereits seit einem Jahr" zu arbeiten. Die DFL habe neue Ideen entwickelt und rede mit dem Bundeskartellamt darüber. Zur Frage, ob er wieder wie zuletzt mit 80 Prozent mehr Erlöse in diesem Geschäft rechne, erwiderte Seifert: "Es geht ja nicht nach dem Prinzip Hoffnung." Der abgekühlte Fernsehmarkt in England und Italien ist für ihn ein Warnzeichen: "Das sollte uns vorsichtig machen."

So viele Fehlentscheidungen verhinderte der Videobeweis in der Hinrunde


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN