Keine Abschiebung Thailand: Geflohener Ex-Nationalspieler kommt aus Haft frei

Von dpa

Hakim Al-Araibi saß zweieinhalb Monate in Haft. Foto: imago/ZUMA PressHakim Al-Araibi saß zweieinhalb Monate in Haft. Foto: imago/ZUMA Press

Bangkok. Der Fußball-Profi Hakim Al-Araibi war während seiner Flitterwochen in Thailand festgenommen worden. Der Vorwurf: Der 25-Jährige sei an den Ausschreitungen während des "Arabischen Frühlings" 2011 in seiner Heimat Bahrain beteiligt gewesen – nun kommt er wieder frei.

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Hakim Al-Araibi aus Bahrain kommt nach zweieinhalb Monaten Haft in Thailand frei. Ein Gericht in Bangkok entschied am Montag, dass das Auslieferungsverfahren gegen den 25-Jährigen eingestellt wird. Damit muss der Fußballer auch keine Abschiebung in seine alte Heimat mehr fürchten und kann nach Australien zurückkehren, wo er inzwischen als politischer Flüchtling anerkannt ist. Al-Araibi spielt dort für einen Verein aus Melbourne.

Vorwürfe bestritten

Der Sportler war auf Bitten Bahrains Ende November in Thailand festgenommen worden, wo er zusammen mit seiner Frau Urlaub machen wollte. Das autoritär regierte Königreich im Persischen Golf wirft ihm vor, sich während des "Arabischen Frühlings" 2011 an Ausschreitungen beteiligt zu haben. In Abwesenheit wurde er deshalb zu zehn Jahren Haft verurteilt. Er bestreitet die Vorwürfe. 

Gary Lineker setzte sich ein

Der Fall hat auch international Schlagzeilen gemacht. Der Weltverband FIFA und das Internationale Olympische Komitee forderten seine Freilassung. Auch mehrere ehemalige und heutige Fußball-Profis wie Gary Lineker oder Italiens Nationalmannschafts-Kapitän Giorgio Chiellini setzten sich für ihn ein.


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