Kritik am Geldgeber Chaos bei Tennis Borussia Berlin: "Der Verein wurde heute beerdigt"

Von dpa

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Jens Redlich, der Vorstandsvorsitzende von Tennis Borussia Berlin. Foto: imago/Matthias KochJens Redlich, der Vorstandsvorsitzende von Tennis Borussia Berlin. Foto: imago/Matthias Koch

Berlin. Chaos beim ambitionierten Oberligisten Tennis Borussia Berlin: Die Mitgliederversammlung am Mittwoch geriet zur Farce.

Beim früheren Fußball-Bundesligisten Tennis Borussia Berlin rumort es heftig. Die als "Abteilung Aktive Fans (TBAF)" organisierten Anhänger des Oberligisten werfen dem Geldgeber und Vorstandsvorsitzenden Jens Redlich vor, den Traditionsverein aus Berlin-Charlottenburg gekapert zu haben. Bei der Mitgliederversammlung am Mittwoch drückte der seit zwei Jahren im Amt befindliche TeBe-Chef offensichtlich fünf seiner Kandidaten für den Aufsichtsrat durch. Sie konnten sich zwei Drittel der Stimmen der 570 erschienenen Mitglieder sichern.

In der Versenkung verschwunden: Das wurde aus den Fußball-Traditionsvereinen

"Mitglieder kamen zur Versammlung etwa doppelt so viele wie sonst. Viele unbekannte Gesichter, viele Bulgaren, die meinten, dass ihr Boss sie geschickt habe. Der Verein wurde heute beerdigt", erklärte Vereins-Mitglied und Langzeitfan Denis Roters im "Tagesspiegel". Auf Nachfrage habe Redlich gekontert, eben "auf Akquise" gehen zu müssen, wenn der Verein vergrößert werden solle. Der Tabellenzweite der Oberliga Nordost, Staffel Nord, will unbedingt in die Regionalliga aufsteigen.

Redlich, der Chef einer Fitness-Kette, dem autokratischer Führungsstil vorgeworfen wird, war 2016 an die Spitze des Vereins gewählt worden. Bis heute habe der 38-jährige Hauptsponsor des Bundesligisten der Jahre 1974 und 1976 nach eigenen Angaben rund 2,5 Millionen Euro investiert und die Insolvenz abgewendet. Ehrenpräsident Heinz Pietzsch stellte sich in einem offenen Brief hinter Redlich und sein Engagement.

Die (prominenten) TeBe-Fans ließen bei Twitter ihrem Frust freien Lauf:






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