Wahl im Juni Bericht: Dieser Ex-Profi will FIFA-Chef Infantino herausfordern

Von dpa

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Ramon Vega absolvierte 23 Länderspiele für die Schweiz. Foto: imago/ZUMA PressRamon Vega absolvierte 23 Länderspiele für die Schweiz. Foto: imago/ZUMA Press

Zürich . Er spielte unter anderem für Tottenham Hotspur, jetzt will ein ehemaliger Schweizer Fußball-Profi wohl FIFA-Präsident werden.

Kurz vor Ende der Bewerbungsfrist bringt sich doch noch ein möglicher Konkurrent von Gianni Infantino für den Posten als FIFA-Chef ins Spiel. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, erwägt der ehemalige Schweizer Fußball-Profi Ramon Vega, bei der Präsidentschaftswahl am 5. Juni gegen Infantino anzutreten. "Aufgrund des großen Zuspruchs und der positiven Reaktionen, die ich von vielen Seiten erhalten habe, nehme ich diese Aufgabe ernst und prüfe, ob es einen Bedarf in der Fußballwelt gibt, die Wahl des nächsten FIFA-Präsidenten im Juni im Wege eines demokratischen Wahlkampfes herbeizuführen", sagte Vega.

Wie die FIFA am Dienstagabend auf Anfrage mitteilte, liegen noch keine offiziellen Informationen über mögliche Gegenkandidaten Infantinos für die Wahl beim FIFA-Kongress in Paris vor. Die Frist für eine Kandidatur endet bereits am kommenden Dienstag. Dann müssen alle Bewerber die Unterstützung von mindestens fünf der 211 FIFA-Mitgliedsverbände beim Weltverband vorlegen.

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Der Deutsche Fußball-Bund hat sich noch nicht zu seinem Wahlverhalten geäußert. Nach dpa-Informationen soll dieses Thema auch beim UEFA-Kongress in der kommenden Woche in Rom besprochen werden. Dann kandidiert DFB-Präsident Reinhard Grindel ohne Gegenkandidat für eine zweite Amtszeit als europäisches Mitglied im FIFA-Council. Grindel gilt als einer der schärfsten Kritiker Infantinos.

Die "SZ" zitierte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker: "Ramon Vega hat den DFB über seine Absicht informiert, für das Amt des FIFA-Präsidenten kandidieren zu wollen." Bis zur Wahl bleibe aber noch genug Zeit, sich mit den UEFA-Vertretern abzustimmen.

Vega sieht wie viele europäische Funktionäre die Pläne Infantinos, für eine Milliarden-Offerte FIFA-Vermarktungsrechte an Investoren zu veräußern, offenbar kritisch, berichtet die SZ. Der 47 Jahre alte ehemalige Verteidiger spielte in seiner Karriere unter anderem für Grasshopper Zürich und Tottenham Hotspur. Nach seinem Karriereende arbeitete er als Vermögensverwalter in London. Bei einer Kampfabstimmung mit Infantino hätte er nach derzeitigem Stand keine realistische Siegchance.



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