Neuer Job für Ex-Nationaltorwart Bundesligist FC Augsburg holt Jens Lehmann als Co-Trainer

Von dpa und aba

Jens Lehmann stand bei der WM 2006 im Tor der deutschen Nationalmannschaft. Foto: imago/Jan HuebnerJens Lehmann stand bei der WM 2006 im Tor der deutschen Nationalmannschaft. Foto: imago/Jan Huebner

Augsburg. Laut Medienberichten wird Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann neuer Co-Trainer beim Bundesligisten FC Augsburg.

Der frühere Fußball-Nationaltorwart Jens Lehmann wird Co-Trainer beim FC Augsburg. Der 49-Jährige habe einen Vertrag bis 30. Juni 2020 unterschrieben und solle Cheftrainer Manuel Baum im Abstiegskampf unterstützen, teilte der Bundesligist am Montag mit. Zuerst hatten "Bild" und "Sport Bild" über die Personalie berichtet. Lehmann hatte bereits bei seinem früheren Club FC Arsenal als Assistenztrainer von Arsène Wenger gearbeitet. "Es ist eine tolle Chance für mich", wurde Lehmann zitiert. Er soll bereits am Dienstag erstmals beim FC Augsburg auf dem Trainingsplatz stehen.

"Die Aufgaben eines Trainerteams sind so vielfältig und umfassend, dass wir zu dem Schluss gekommen sind, diese auf mehrere Schultern verteilen zu wollen und dadurch die Aufgabenbereiche auch noch mehr spezialisieren zu können. Daher ist es großartig, dass wir Jens Lehmann gewinnen konnten. Er wird unter Manuel Baum daran mitarbeiten, unsere Mannschaft in der täglichen Arbeit weiterzuentwickeln", sagt Stefan Reuter, Geschäftsführer Sport.

Assistenzcoach bei Arsène Wenger

Lehmann spielte in seiner Profilaufbahn für den FC Schalke 04, den AC Mailand, Borussia Dortmund, den FC Arsenal und den VfB Stuttgart. Seit dem Ende seiner Laufbahn arbeitet der 61-malige Nationalspieler als TV-Experte. Profi-Erfahrung im Trainerbereich sammelte Lehmann in der Saison 2017/18 als Assistenzcoach beim FC Arsenal und Arsène Wenger.

Lehmann Inhaber der A-Trainerlizenz

Mit neun weiteren ehemaligen Profis, darunter Oliver Kahn, Stefan Effenberg und Oliver Bierhoff, erwarb Lehmann im Jahr 2011 die A- und B-Trainerlizenz. Eine weitere Ausbildung zum Fußballlehrer für Profimannschaften schloss er in Wales an. Später arbeitete er für die Arsenal Academy.

Die Augsburger blicken auf einen enttäuschenden Rückrundenstart zurück. Nach nun schon zehn Spielen ohne Sieg klang zuletzt Unzufriedenheit aus der Mannschaft durch. "Man sieht, dass wir noch tiefer im Sumpf stecken, da geht gar nichts. Wir betteln ums Gegentor. Das ganze Jahr 2018 ist die Kurve nach unten gegangen. Ich kann nichts Positives, aber auch nichts Negatives über den Trainer sagen", hatte der österreichische Nationalspieler Martin Hinteregger am Wochenende nach der 0:2-Niederlage in Mönchengladbach erklärt.

FC Augsburg in der Bundesliga im freien Fall

Die Negativserie, Verletzungssorgen oder der Fall Caiuby drückten beim FCA auf die Stimmung. Caiuby verlängerte seinen Winterurlaub aus privaten Gründen und will den Club trotz eines Vertrags bis zum Sommer 2020 verlassen. So lange ist auch der Vertrag von Baum, seit Dezember 2016 im Amt, datiert. Am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den FSV Mainz 05 wollen die Augsburger nach ungewohnt unruhigen Tagen endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern.

Baum droht auch noch eine Bestrafung durch den Deutschen Fußball-Bund. Wegen seiner emotionalen Kritik am Schiedsrichter bekommt er es mit dem DFB-Kontrollausschuss zu tun. Das Gremium hat Ermittlungen gegen den 39-Jährigen aufgenommen. Baum wurde gebeten, eine Stellungnahme abzugeben.



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