DHB-Team weiter ohne Niederlage Nach Sieg gegen Spanien: Deutschland im WM-Halbfinale gegen Norwegen

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Spanien besiegt und als Gruppenerster ins WM-Halbfinale nach Hamburg eingezogen: Die Deutschen Fabian Wiede (l) und Patrick Wienczek. Foto: imago/Camera 4Spanien besiegt und als Gruppenerster ins WM-Halbfinale nach Hamburg eingezogen: Die Deutschen Fabian Wiede (l) und Patrick Wienczek. Foto: imago/Camera 4

Köln. Die Handball-Party in Deutschland geht weiter: Nach dem Erfolg gegen Spanien trifft das deutsche Team im Halbfinale auf Norwegen.

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft reist als Erster der Hauptrundengruppe 1 zum Halbfinale am Freitag nach Hamburg. Schon vor der Partie stand so gut wie sicher fest, dass die Deutschen als Erster die Gruppe beenden, denn Frankreich verlor etwas überraschend gegen Kroatien. So hätte sich das DHB-Team sogar eine Niederlage mit sieben Toren Unterschied leisten können.

Im Halbfinale trifft die deutsche Mannschaft am kommenden Freitag in der Hamburger Barclaycard Arena um 20.30 Uhr auf Norwegen. Das zweite Semifinale bestreiten im ersten Spiel des Tages (Anwurf: 17.30 Uhr) Co-Gastgeber Dänemark und Titelverteidiger Frankreich. 

Das Finale und das Spiel um Platz finden dann am kommenden Sonntag im dänischen Herning statt. Das Spiel um Bronze wird um 14.30 Uhr angepfiffen. Das Endspiel steigt dann um 17.30 Uhr. 

Szene des Abends: Das Trikot mit der Nummer 19

Die Szene des Abends ereignete sich bereits vor dem Anwurf. DHB-Vizepräsident Bob Hanning und andere Mitglieder des Stabs der Nationalmannschaft haben für das Spiel gegen Spanien Trikots des verletzten Martin Strobel angezogen. Neben Hanning trugen unter anderen auch Sportvorstand Axel Kromer und Mannschaftsarzt Kurt Steuer ein weißes Nationaltrikot mit der Nummer 19 von Strobel. Der 32-Jährige hatte sich beim 22:21-Erfolg gegen Kroatien schwer am Knie verletzt und fällt für die restliche WM aus. Strobel fehlt damit auch im Halbfinale am Freitag in Hamburg. Für ihn wurde Tim Suton nachnominiert.

Spieler des Abends: Tim Suton

Tim Suton kam für den verletzten Martin Strobel ins deutsche Team und überzeugte prompt gegen Spanien. Foto: imago/Eibner

Und Suton nutzte seine Chance: Der 22-Jährige stieß erst am Dienstag für den verletzten Martin Strobel zum deutschen Team und überzeugte gleich mit einer guten Leistung. Der Rückraumspieler des TBV Lemgo fügte sich blendend in das Spiel der Deutschen ein. Suton war zweitbester Werfer seiner Mannschaft und erzielte vier Tore. 

Das Spiel in Kürze:

Bundestrainer Prokop verzichtete zu Beginn auf personelle Experimente. Lediglich Hendrik Pekeler erhielt eine Verschnaufpause und wurde im Abwehr-Innenblock durch Finn Lemke ersetzt. Für den schwer verletzten Martin Strobel, der nach seinem gegen Kroatien erlittenen Kreuzband- und Innenbandriss am Dienstag operiert worden war, rückte Paul Drux auf die Spielmacherposition. Schon früh riss Gensheimer die Zuschauer mit einem sensationellen Kontertor zum 2:1 von den Sitzen. 

Nach zwölf Minuten kam dann der für Strobel nachnominierte Tim Suton zu seinem WM-Debüt und führte sich wenig später mit seinem ersten Tor gleich gut ein. Auch Pekeler durfte nun mittun, weil Prokop munter durchwechselte. Bereits nach 20 Minuten waren bis auf Steffen Weinhold, der nach seiner Zerrung im Adduktorenbereich noch nicht ganz fit zu sein scheint, alle deutschen Spieler im Einsatz.

Darunter litt in erster Linie die Defensive, die dem Europameister ungewohnt viele Lücken bot. Dafür lief es im deutschen Angriffsspiel ganz ordentlich, so dass die Partie im ersten Durchgang ausgeglichen blieb. "Wir spielen super vorne. In der Abwehr haben wir noch ein bisschen Luft nach oben, müssen unseren Torhütern etwas mehr helfen", befand Teammanager Oliver Roggisch in der Pause.

Während Prokop sein Team in der Kabine auf die zweite Halbzeit einschwor, feierten die Fans auf dem Parkett die Weltmeister von 2007. Und stimmungsvoll ging es weiter. Torwart Silvio Heinevetter zeigte nun gleich mehrere Glanzparaden - und vorne wurde weiter Druck gemacht. Lohn war eine erstmalige Vier-Tore-Führung beim 23:19 nach 41 Minuten. Erst in der Schlussphase ließ die Konzentration etwas nach. Endstand 31:30 für das deutsche Team.

Die Tweets des Abends: 




Stimmen zum Spiel

Bundestrainer Christian Prokop: "Wir wollten uns nicht gegen den Sieg wehren. Wir wollten uns mit einem guten Gefühl verabschieden und mit Rückenwind nach Hamburg reisen."

Jannik Kohlbacher: "Danke an die Fans. Ohne euch hätten wir das nicht so hinbekommen. Was hier abgegangen ist, war Weltklasse!"

Tim Suton: "Es war auf jeden Fall ein super Einstand. Ich habe mich zwei Tage darauf gefreut - und das es so gut geklappt hat, war natürlich super."



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