Horrende Geldstrafe wegen Steuerhinterziehung Cristiano Ronaldo verurteilt: 23 Monate Haft auf Bewährung

Gregory Straub und dpa

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Cristiano Ronaldo mit seiner Freundin Georgina auf dem Weg ins Gericht. Foto: imago/CordonPressCristiano Ronaldo mit seiner Freundin Georgina auf dem Weg ins Gericht. Foto: imago/CordonPress

Madrid. Cristiano Ronaldo ist zu einer 23-monatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Außerdem muss der portugiesische Superstar knapp 19 Millionen Euro Strafe bezahlen.

Superstar Cristiano Ronaldo ist wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 5,7 Millionen Euro zu einer Geldstrafe von 18,8 Millionen Euro und einer 23-monatigen Haftstrafe – allerdings auf Bewährung – verurteilt worden. Das bestätigten mehrere spanische Medien. Bei nicht vorbestraften Verurteilten ist es in Spanien üblich, dass eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren zur Bewährung ausgesetzt wird.

Ronaldo hatte in Madrid vor Gericht gestanden, weil er in seiner Zeit als Spieler von Real Madrid (2009 bis 2018) insgesamt 14,7 Millionen Euro aus Bild- und Werberechten an Steuern hinterzogen haben soll, die durch eine Vereinbarung von Ronaldos Anwälten mit den Behörden auf 5,7 Millionen Euro heruntergerechnet wurde. Folglich hatten sich die Anwälte auf einen Deal geeinigt, wonach der 33-Jährige Steuerhinterziehung in insgesamt vier Fällen zugab, dafür aber "lediglich" eine Bewährungs- und eine hohe Geldstrafe erhielt.

Ronaldo mit Sonnenbrille und breitem Grinsen ins Gericht

Aufreizend lässig mit Sonnenbrille und einem breiten Grinsen  im Gesicht war der Portugiese am Vormittag ins Gerichtsgebäude Madrid marschiert. "Alles perfekt", sagte der Star von Juventus Turin, während er noch Autogramme schrieb.

Am Vortag hatte Ronaldo noch versucht, den Termin "aus Sicherheitsgründen" abzusagen. Dies wurde aber vom Gerichtspräsidenten Juan Pablo-Gonzalez-Herrero abgelehnt, berichtet die spanische Zeitung "El Mundo".

Ende Juli 2017 hatte Ronaldo im Gericht von Pozuelo de Alarcón bei Madrid erstmals zu den Vorwürfen Stellung bezogen und erklärt, dass er "niemals etwas verborgen und auch niemals die Absicht gehabt" habe, Steuern zu hinterziehen.

Auch Ronaldos ehemaliger Teamkollege bei Real Madrid, Xabi Alonso, musste am Dienstag vor Gericht erscheinen. Dem ehemaligen Spieler des FC Bayern wird ebenfalls Steuerhinterziehung vorgeworfen. Ein Urteil beziehungsweise eine Einigung mit dem Gericht steht hier noch aus.

Auch Xabi Alonso (m.) musste vor Gericht erscheinen. Foto: imago/CordonPress



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