Gegner und Termine in der Hauptrunde So geht es jetzt für die deutschen Handballer weiter

Von dpa

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Die deutschen Nationalspieler Uwe Gensheimer, Andreas Wolff und Silvio Heinevetter (v. l.). Foto: imago/Oliver RuhnkeDie deutschen Nationalspieler Uwe Gensheimer, Andreas Wolff und Silvio Heinevetter (v. l.). Foto: imago/Oliver Ruhnke

Köln. Der deutschen Handball-Nationalmannschaft stehen bei der WM schwierige Gegner in der Hauptrunde bevor. Um das Halbfinale erreichen zu können, braucht es mindestens zwei Siege aus drei Spielen.

Nach dem erfolgreichen Vorrundenabschluss reisen die deutschen Handballer am Freitag von Berlin nach Köln. Dort beginnt am Samstag die heiße Phase der Heim-WM. Und die Erinnerungen an die Domstadt sind keine schlechten.

Auf den Kölner Handball-Tempel freut sich Kapitän Uwe Gensheimer nun ganz besonders. "Ich nehme an, dass die Zuschauer in Köln genauso viel Gas geben wie in Berlin", sagte der 32-Jährige nach dem 31:23 zum Vorrundenabschluss gegen Serbien. "Dann lassen wir uns einfach tragen." Der Abschied von den Zuschauern in der Berliner Mercedes-Benz Arena war emotional – aber in der größeren Arena in Köln wird die DHB-Auswahl eine ganz andere Lautstärke erwarten.

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An diesem Freitag ziehen die deutschen Handballer in die Domstadt um. Dort beginnt am Samstagabend (20.30 Uhr/ARD) in der Hauptrunde der Heim-WM gegen Island der Kampf um das angepeilte Halbfinal-Ticket. Den erfolgreichen Vorrundenabschluss mit dem lockeren Sieg gegen Serbien nutzte Bundestrainer Christian Prokop bereits, um einige seiner Stammkräfte für die heiße Phase des Turniers zu schonen. Denn die wird es in sich haben.

DIE GEGNER: Island (Samstag, 20.30 Uhr), Kroatien (Montag 20.30 Uhr) und Spanien (Mittwoch, 20.30 Uhr) und Kroatien sind die deutschen Gegner auf dem erhofften Weg ins Halbfinale. Vor allem Europameister Spanien sowie Kroatien zählen zu den Handball-Schwergewichten des Turniers. Während die Iberer über einen in der Breite starken und ausgeglichenen Kader verfügen, stechen bei den Kroaten die Rückraumspieler Domagoj Duvnjak, Luka Stepancic und Luka Cindric heraus. Auch Island sollte man nicht nur wegen seines Superstars Aron Palmarsson auf keinen Fall unterschätzen.

Der Trainer von Deutschlands erstem Hauptrundengegner Island, Gudmundur Gudmundsson, hat unterdessen die enge Taktung bei der Spielplangestaltung kritisiert. Die Isländer um den früheren Coach von Bundesligist Rhein-Neckar Löwen kommen bis inklusive Sonntag auf vier Partien in nur fünf Tagen. "Ich finde, das ist nicht in Ordnung. Ich finde, das muss man ändern", sagte der 58-Jährige vor dem Duell mit Deutschland am Samstag  in Köln. "Man muss darüber reden und nicht nur in einem Zimmer meckern. Die Spieler brauchen eine Erholungsphase." Die enge Terminierung sei "gefährlich für die Gesundheit der Spieler", mahnte Gudmundsson.

DIE AUSGANGSLAGE: "Nicht perfekt, aber optimal": So beschreibt Torhüter Silvio Heinevetter die Ausgangslage für die deutsche Mannschaft. Angesichts von 3:1 Punkten, welche die DHB-Auswahl mit nach Köln nimmt, hat sie den angepeilten Halbfinal-Einzug selbst in der Hand. "Es war eine schwere Vorrundengruppe. Dass wir da so durchgehen mit der 3:1-Punkausbeute und dem guten Torverhältnis – das ist eine ganz tolle Sache", sagte Bundestrainer Christian Prokop.

DIE STIMMUNG: Was gemeinsam mit dem lautstarken Publikum in Köln möglich ist, weiß der Deutsche Handballbund ganz genau. Bei der erfolgreichen Heim-WM 2007 hatte die DHB-Auswahl in der Kölner LANXESS arena das Finale gegen Polen gewonnen. Im Vergleich zur Berliner Mercedes-Benz Arena, wo Deutschland seine fünf Vorrundenspiele bestritt, können in Köln noch einmal knapp 6000 Zuschauer mehr dabei sein. "Die wird man schon merken. Ich hoffe, dass wir das gut annehmen und dem Druck standhalten können", sagte Rückraumspieler Paul Drux.





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