31:23-Erfolg über Serbien Handball-WM: Keeper Silvio Heinevetter trifft – Schiedsrichter irritieren

Kim Patrick von Harling und dpa

Meine Nachrichten

Um das Thema Sport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Jannik Kohlbacher und die deutsche Handball-Nationalmannschaft holten sich gegen Serbien Selbstvertrauen für die Hauptrunde. Foto: imago/Andreas GoraJannik Kohlbacher und die deutsche Handball-Nationalmannschaft holten sich gegen Serbien Selbstvertrauen für die Hauptrunde. Foto: imago/Andreas Gora

Berlin. Handball-Nationaltrainer Christian Prokop experimentierte beim WM-Sieg gegen Serbien viel, die jungen Spieler konnten sich für die anstehende Hauptrunde eine Portion Selbstvertrauen holen.

Bereits vor dem Duell mit Serbien stand fest: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft würde mit 3:1-Punkten in die Hauptrunde der Weltmeisterschaft im eigenen Land und Dänemark einziehen. Grund hierfür war das vorangegangene 35:26 der Brasilianer gegen Korea. Auch für Serbien ging es aufgrund des Sieges der Südamerikaner nur noch um die goldene Ananas. Am Ende gewann die DHB-Auswahl, die mit vielen jungen Spielern auflief, mit 31:23.

So geht es jetzt für die deutschen Handballer weiter

Ergebnis des Abends

Szene des Abends

Es liefen die letzten Sekunden der ersten Halbzeit, die Serben warfen sich den Ball zu – ohne Erfolgsaussicht. Die deutsche Abwehr stand sicher, hoch motiviert und souverän. Die Folge: Serbien schaffte es nicht einmal mehr, in Richtung deutsches Tor zu werfen – ein Kuriosum. Hierfür kassierten die serbischen Spieler eine mächtige Standpauke ihres Trainers. Als die Sirene zur Halbzeit ertönte, riss das DHB-Team die Arme hoch und ließ sich unter tosendem Applaus des Berliner Publikums feiern. Obwohl es sportlich um nichts mehr ging, wirkten die Gastgeber extrem motiviert, das macht Mut für die Hauptrunde.

Spieler des Abends

Der 23-jährige Jannik Kohlbacher spielte stark auf, markierte vier Treffer und holte Siebenmeter-Strafwürfe raus. Während nicht alle jungen Spieler gegen Serbien überzeugen konnten, machte Kohlbacher auf sich aufmerksam.

Zum Spielverlauf

Beste Werfer der auf einigen Positionen veränderten DHB-Auswahl waren Matthias Musche mit fünf Toren sowie Paul Drux und Jannik Kohlbacher mit je vier Treffern. Ein Handball-Spektakel bekamen die 13.500 Zuschauer beim Abschied der deutschen Mannschaft von der Berliner Mercedes-Benz Arena allerdings nicht zu sehen. Stattdessen gönnte Prokop einigen seiner Stammspieler mit Blick auf die Hauptrunde eine Verschnaufpause. Das 31. Tor für das DHB-Team markierte Keeper Silvio Heinevetter, Drux sah nach seiner dritten Zeitstrafe.

Der Bundestrainer nutzte die Partie für ein paar Experimente, die sich aber nicht alle als erfolgreich erwiesen. Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Steffen Weinhold durfte der junge Franz Semper im rechten Rückraum beginnen, nach einigen unglücklichen Anfangsminuten musste der 21-Jährige aber erstmals Fabian Wiede weichen. Torhüter Silvio Heinevetter, der bei dieser WM zum ersten Mal von Beginn an spielen durfte, zeigte dagegen eine starke Leistung. Mit etlichen Paraden bewahrte er die deutsche Mannschaft vor weiteren Gegentreffern. Stammtorhüter Andreas Wolff wurde fast die komplette Partie über geschont. 

Kuriosität am Rande

Die Schiedsrichteransetzung für die Partie sorgte für eine kleine Überraschung. Mit Vaclav Horacek und Jiri Novotny nominierte die internationale Handballföderation ein montenegrinisches Gespann. Überraschend deshalb, weil Montenegro der einstige Bruderstaat Serbiens war. Horacek und Novotny wirkten bei einigen Entscheidungen nicht souverän, unterbanden unter anderem einen deutschen Konter aufgrund eines Videobeweises. 

Die besten Tweets

Stimmen zum Spiel

Christian Prokop (Nationaltrainer, Deutschland): "Es waren fünf fantastische Spiele oder zehn fantastische Tage. Es war eine schwere Vorrundengruppe, dass wir da so durchgehen mit der 3:1-Punkausbeute und dem guten Torverhältnis – das ist eine ganz tolle Sache."

Silvio Heinevetter (Keeper, Deutschland): "Wir wollten noch mal alles reinhauen. Man hört's und sieht's ja."

Uwe Gensheimer (Kapitän, Deutschland): "Ich muss den Fans in Berlin ein Riesenkompliment aussprechen. Ihr wart super. Ich bin froh, dass ich das mit 32 Jahren erleben darf auf dem Höhepunkt meiner Karriere."


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN