Rauswurf bei Carl Zeiss Jena Zu dick zum Kicken? Pannewitz will sich gegen Kündigung wehren

Von dpa

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Kevin Pannewitz ist nicht der dünnste Fußballer Deutschlands. Doch rechtfertigt seine Gewichtszunahme über Weihnachten einen Rauswurf? Foto: imago/Christoph WorschKevin Pannewitz ist nicht der dünnste Fußballer Deutschlands. Doch rechtfertigt seine Gewichtszunahme über Weihnachten einen Rauswurf? Foto: imago/Christoph Worsch

Jena. Fußballer Kevin Pannewitz wurde wegen vermeintlichem Übergewicht bei Carl Zeiss Jena rausgeworfen. "Es wird so dargestellt, als hätte ich im Urlaub hemmungslos gefressen. Das ist völlig falsch", sagt Pannewitz und wehrt sich gegen den Rauswurf.

Fußballprofi Kevin Pannewitz will sich gegen die Kündigung durch den Drittligisten FC Carl Zeiss Jena wegen Übergewichts wehren. "Ich habe eine Familie, Frau und Kind, ich bin durch das Verhalten von Jena völlig vor den Kopf gestoßen. Der Verein hat mich bei der ersten Gelegenheit abgeschossen, dagegen gehen wir vor", sagte 27-Jährige in einem Interview der "Bild am Sonntag". Pannewitz war nach eigenen Angaben mit einem Gewicht von 95 Kilogramm in den Urlaub gegangen und mit 98,3 Kilogramm nach der Winterpause zurückgekehrt. Pannewitz ist 1,85 Meter groß. 

"Du musst schnellstmöglich weg"

Der FC Carl Zeiss Jena hatte die Außerordentliche Kündigung am vergangenen Mittwoch bekanntgegeben. "Wir hatten noch ein Hallenturnier, danach wurde mir vom Verein mitgeteilt: Du musst schnellstmöglich weg hier! Dabei habe ich noch eineinhalb Jahre Vertrag", sagte Pannewitz. Jena habe ihm keine Alternative geboten, sie hätten ihn einfach loswerden wollen. Der Berufs-Fußballer meinte, zum Rückrundenauftakt am 26. Januar wäre er "in Form gewesen".

Pannewitz begründete die Zunahme von über drei Kilogramm in der Weihnachtspause damit, dass er in den zwei Wochen vor seinem Urlaub und auch zu Beginn der Winterpause krank gewesen sei. Er habe nicht trainieren können: "Es wird ja so dargestellt, als hätte ich im Urlaub hemmungslos gelebt, gefressen. Das ist völlig falsch."

Erneuter Neuanfang gescheitert

Er war im Oktober vergangenen Jahres allerdings auch schon mal aus disziplinarischen Gründen für eine Woche suspendiert worden. Der gebürtige Berliner fiel in seiner Karriere öfters durch Eskapaden auf. Nach seinem Zweitliga-Debüt mit 17 Jahren beim Hansa Rostock bekam er im Sommer 2012 beim Bundesligisten VfL Wolfsburg eine Chance. Ein Jahr später stand er ohne Verein da. Sein Engagement in Jena sollte ein erneuter Neuanfang sein. 


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