Vertragsverlängerung abgelehnt Abschied mit Tränen: Keine Zukunft für Funkel in Düsseldorf

Von Gregory Straub und dpa

Friedhelm Funkel erhält bei Fortuna Düsseldorf keinen neuen Vertrag und wird seine Trainerkarriere deshalb vermutlich im Sommer beenden. Foto: dpa/Federico GambariniFriedhelm Funkel erhält bei Fortuna Düsseldorf keinen neuen Vertrag und wird seine Trainerkarriere deshalb vermutlich im Sommer beenden. Foto: dpa/Federico Gambarini

Marbella . Friedhelm Funkels Vertrag als Trainer von Fortuna Düsseldorf wird nicht verlängert – im Sommer ist für den Coach bei den Rheinländern Schluss. Unter Tränen verkündete er zudem das Ende seiner Trainerkarriere.

Bundesligist Fortuna Düsseldorf muss sich am Saisonende einen neuen Trainer suchen. Wie der Club am Freitag bestätigte konnten sich der Trainer und der Club im Winter-Trainingslager in Marbella nicht auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung einigen. Damit wird das Engagement des derzeit ältesten Bundesligatrainers am 30. Juni 2019 enden.

Funkel seit März 2016 in Düsseldorf

Der 65 Jahre alte Coach arbeitet seit März 2016 in Düsseldorf und hat die Mannschaft zunächst vor dem Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga bewahrt und im Sommer in die Bundesliga geführt. Funkel hatte betont, dass er damit seine Karriere beenden wird. In der Hinrunde hatte die Fortuna mit einem 3:3 in München und einem 2:1-Sieg gegen Borussia Dortmund überrascht.

"Wir haben in der Saison 2017/2018 den Vertrag von Friedhelm Funkel bereits in der Winterpause verlängert, weil es um den langfristigen Aufbau einer Aufstiegsmannschaft ging. In diesem Jahr gibt es eine andere Situation, da wir das kurzfristige Ziel des Klassenerhalts haben, was für Fortuna Düsseldorf von überragender Bedeutung ist", erklärte Fortunas Clubchef Robert Schäfer.

Funkel bestand offenbar auf "schnelle Lösung"

"Angesichts dessen haben wir im Verein mit allen Gremien verabredet, konkrete Vertragsgespräche mit dem Trainer, aber auch mit den Spielern und dem Funktionsteam erst zu führen, wenn absehbar ist, wie sich die Spiele in der Rückrunde entwickeln", sagte Schäfer.

Funkel akzeptiere diese Lösung, hieß es in der schriftlichen Mitteilung des Clubs. "Er bestand allerdings auf eine schnelle Lösung in der Winterpause", betonte Schäfer.

Als der erfahrene Coach die Neuigkeit auf einer Pressekonferenz kommentieren sollte, kamen ihm laut "Bild"-Zeitung die Tränen.  "Das ist meine letzte Trainerstation, weil ich niemals wieder eine Mannschaft finde, die charakterlich so stark ist", so Funkel, der in der Bundesliga unter anderem Bayer Uerdingen, Hansa Rostock, Eintracht Frankfurt und den MSV Duisburg coachte. Bis heute saß Funkel bei 474 Bundesliga-Spielen als Trainer auf der Bank.


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