Handball-WM 2019 Weltmeister Dominik Klein: "Traue dem DHB-Team alles zu"

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Dominik Klein durfte 2007 selbst die WM-Trophäe in den Händen halten. Foto: imago/PlusphotoDominik Klein durfte 2007 selbst die WM-Trophäe in den Händen halten. Foto: imago/Plusphoto

Berlin. Er ist achtmaliger deutscher Meister, zweimal Champions-League-Sieger und Weltmeister: Dominik Klein. Der Handball-Experte blickt auf eine erfolgreiche Karriere zurück und mit Freude auf die aktuelle WM in Deutschland und Dänemark. Wer macht das Rennen um den Titel? Klein nimmt die Favoriten unter die Lupe.

24 Mannschaften spielen in Dänemark und Deutschland um den Weltmeistertitel. Dominik Klein weiß, wie es geht. Der ehemalige Handballspieler holte mit der deutschen Nationalmannschaft den WM-Titel 2007. Wer setzt sich in diesem Jahr die Krone auf? Der 35-Jährige nimmt die Favoriten unter die Lupe:

Gastgeber Deutschland

Das DHB-Team gewann 2007 die Weltmeisterschaft. Foto: imago/Camera 4

"Ich traue dem DHB-Team vieles, wenn nicht sogar alles zu. Das bedeutet allerdings, dass man sich in einen Rausch spielen muss, um den ganz großen Erfolg zu bekommen. Aber ich traue ihnen das Halbfinale auf jeden Fall zu. Nichts desto trotz ist es eine Schwierigkeit, in ein Turnier zu kommen – mit dem Umfeld, den ganzen Eindrücken klar zukommen." 

Das ist der Kader der deutschen Nationalmannschaft

Titelverteidiger Frankreich

Der große Favorit und amtierender Weltmeister: Frankreich. Foto: imago/PanoramiC

"Man muss sich nur alleine das Trikot der Franzosen ansehen. Da haben sie fünf Sterne über ihrem Logo, das ist die stärkste Kraft im Handball – und das über Jahre. Die sind natürlich heiß auf den sechsten Stern. Ich habe zwei Jahre in Frankreich spielen können, kenne auch viele der Nationalspieler aus der Zeit bei THW Kiel. Die haben dieses Siegergen und den Hunger nach Erfolg einfach verpflanzt bekommen. Deshalb ist das der absolute Topfavorit." 

Europameister Spanien und Kroatien

Der amtierende Europameister Spanien (Bild) bekommt es in der Vorrunden-Gruppe bereits mit Kroatien zu tun. Foto: imago/Action Plus

"Spanien hat eine sehr Interessante Gruppe in München erwischt. Dort müssen sie sich schon gleich ins Turnier reinspielen, um die Punkte mit in die Hauptrunde zu nehmen. Mit Island, Mazedonien und Kroatien haben die Spanier starke Konkurrenten um den Hauptrundeneinzug. Allerdings sind das alles international erfahrene Spieler im Kader, zudem hat Spanien am aktuellsten das Gefühl, einen Pokal zu gewinnen. Die Spanier sind sehr gut ausgebildet und haben mit Jordi Ribera einen starken Trainer. Spannend wird der Finaltag der Gruppe B, wenn Kroatien auf Spanien trifft. Da wird sich entscheiden, wer wie viel Punkte mitnimmt in die Hauptrunde. Wer da gewinnt, kann hinter Frankreich sicherlich der große Favorit sein." 

Das skandinavische Trio: Dänemark, Norwegen und Schweden

Dänemarks Mads Mensah spielt für die Rhein-Neckar Löwen in der deutschen ersten Liga.

"Dänemark gehört als Heimmannschaft neben Frankreich zu den Topfavoriten. Da die Gruppen in Herning und Kopenhagen ausgetragen werden, werden auch Schweden und Norwegen mit Sicherheit die Stimmung erleben, was es bedeutet, die eigenen Fans hinter sich zu haben. Ich sehe allerdings eher Norwegen ins Halbfinale wandern als Schweden, aber beide gehören zum erweiterten Favoritenkreis." 


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