Große Leser-Umfrage zum Sportjahr 2018 Federers 20. Grand-Slam-Gewinn: Das war mein Sporthighlight 2018

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Roger Federer küsst nach dem Sieg bei den Australien Open den Pokal. Foto: dpa/Lukas Coch/AAPRoger Federer küsst nach dem Sieg bei den Australien Open den Pokal. Foto: dpa/Lukas Coch/AAP

Hamburg. Für Redakteurin Nina Brinkmann ist der emotionale Gewinn des 20. Grand-Slam-Titels von Tennisstar Roger Federer der Sportmoment des Jahres. Welcher ist Ihrer? Stimmen Sie ab!

Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu. Nicht nur für unsere Sportredakteure waren die vergangenen 365 Tage enorm ereignisreich: die olympischen Winterspiele, die Blamage der DFB-Elf bei der Fußball-WM, die Deutschen sind wieder Spitze im Tennis und vieles mehr.

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Welcher Sportmoment wird Ihnen aus dem Jahr 2018 im Gedächtnis bleiben? Stimmen Sie ab (siehe unten). Für Sportredakteurin Nina Brinkmann war es der 20. Grand-Slam-Titel von Roger Federer bei den Australien Open das emotionale Highlight des vergangenen Jahres.

Schweizer kämpft sich zurück an die Weltspitze

"In meiner Tennismannschaft war es früher quasi eine Glaubensfrage: Bist du Federer- oder Nadal-Fan? Zwar mochte ich Rafael Nadal auch, doch Federer war für mich die Nummer 1. Ich fand und finde es immer noch faszinierend, wie er es geschafft hat, sympathisch und authentisch rüberzukommen und dabei dieses Tennis zu spielen, das mich so sehr begeistert.

Umso mehr habe ich mich Anfang 2018 gefreut, als der Schweizer es schaffte, nach einigen Rückschlägen und dem Abrutschen auf Weltranglistenplatz 17 im Jahr zuvor, zu alter Stärke zurückzufinden und seinen 20. Grand-Slam-Titel zu gewinnen.

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Klar, er war schon zuvor Rekord-Grand-Slam-Sieger, doch auch er selbst schien von dem Moment des 20. Triumphes überwältigt zu sein. Das Final-Match der Australian Open gegen den Serben Marin Čilić war Tennis vom Allerfeinsten – über fünf Sätze bekämpften sich die Tennisprofis, keiner schenkte dem anderen etwas. 


Ich saß in der Heimat vor dem Fernseher und hatte Angst, nur kurz in die Küche zu gehen, um etwas zu trinken zu holen mit der Befürchtung, etwas zu verpassen. Federer ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und gewann den entscheidenden fünften Satz mit 6:1 – doch nicht ohne Drama. Čilić glaubte nicht daran, dass Federers letzter Aufschlag, den er selbst nicht retournieren konnte, im Feld war. Erst das Hawk-Eye machte den Schweizer schließlich zum Gewinner, der in diesem Moment ungläubig den Kopf schüttelte und dem die Tränen in die Augen schossen. Mich hat die emotionale Reaktion des Schweizers sehr gerührt.

Triumph ist nicht selbstverständlich für Federer


Bei der anschließenden Siegerehrung war Federer immer noch von seinen Emotionen geleitet – immer wieder stockte ihm die Stimme, als er sich bei allen bedankte und er schließlich den Pokal in die Höhe reckte. Für mich wieder ein Zeichen dafür, dass Federer einer der größten Sportler überhaupt ist. Er hat so gut wie alles gewonnen, was man in seiner Sportart gewinnen kann. Trotzdem nimmt er den Triumph nicht für selbstverständlich und zeigt sich dankbar für die Unterstützung, ohne die er nicht da stehen würde, wo er ist."

Stimmen Sie ab: Was war Ihr Sportmoment des Jahres 2018



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