Profi von Manchester City So cool reagiert Raheem Sterling auf rassistische Beleidigungen

Von Christian Ströhl und dpa

"Einfach lächerlich", denkt sich Raheem Sterling wohl und lacht rassistische Beleidungen einfach weg. Foto: imago/Steven Paston"Einfach lächerlich", denkt sich Raheem Sterling wohl und lacht rassistische Beleidungen einfach weg. Foto: imago/Steven Paston

Manchester. ManCitys Spieler Raheem Sterling wurde beim Spiel gegen den FC Chelsea rassistisch beleidigt. Der Profi reagiert cool und knöpft sich anschließend die Medien vor.

Nach den Rassismusvorwürfen von Fußball-Nationalspieler Raheem Sterling haben der FC Chelsea und die Londoner Polizei Ermittlungen aufgenommen. Der Stürmer von Manchester City hatte nach der 0:2-Niederlage beim FC Chelsea am Samstagabend berichtet, dass er von Zuschauern beleidigt worden sei. In sozialen Medien kursierte ein Video, das die angeblichen Beleidigungen zeigen soll. 

Während des Spiels reagierte Sterling cool. Er lachte die Beleidigungen weg, wie in dem Video des ehemaligen englischen Nationalspielers Rio Ferdinand zu sehen ist. Die Polizei hat mittlerweile auch reagiert. "Wir werten das Material aus, um festzustellen, ob es ein Vergehen gibt", sagte die Metropolitan Police dem Sender Sky News.  

Medienkritik des jungen Nationalspielers

Am Sonntag äußerte sich Sterling auf Instagram. „Wie man an meiner Reaktion sieht, musste ich lachen, weil ich nichts Besseres erwarte", sagte er mit Bezug auf das Video. 

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Good morning I just want to say , I am not normally the person to talk a lot but when I think I need my point to heard I will speak up. Regarding what was said at the Chelsea game as you can see by my reaction I just had to laugh because I don’t expect no better. For example you have two young players starting out there careers both play for the same team, both have done the right thing. Which is buy a new house for there mothers who have put in a lot of time and love into helping them get where they are, but look how the news papers get there message across for the young black player and then for the young white payer. I think this in unacceptable both innocent have not done a thing wrong but just by the way it has been worded. This young black kid is looked at in a bad light. Which helps fuel racism an aggressive behaviour, so for all the news papers that don’t understand why people are racist in this day and age all i have to say is have a second thought about fair publicity an give all players an equal chance.

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Sterling, der in der Vergangenheit häufiger im Zentrum öffentlicher Kritik und Anfeindungen stand, warf britischen Medien wegen angeblich tendenziöser Berichterstattung eine Mitschuld vor. "Denkt noch einmal über faire Berichterstattung nach und gebt allen Spielern dieselbe Chance", forderte er. 

Als Beispiel veröffentlichte er Screenshots von zwei Schlagzeilen des Boulevardblatts 'Daily Mail', die sich inhaltlich auf zwei sehr ähnliche Geschichten beziehen: In beiden Fällen hatet ein Nachwuchstalent von Manchester City seiner Mutter ein Haus gekauft. Beide Male im Wert von mehr als zwei Millionen Pfund. Während Tosin Adarabioyo, ein farbiger Spieler, in der Überschrift als verschwenderisch dargestellt wird, ist der Artikel zum Hauskauf von Phil Foden mit einer wertfreieren Zeile versehen. Durch solch unterschiedlich konnotierte Berichterstattungen werde rassistisches Gedankengut in Großbritannien weiter befeiert, meint Sterling.


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