Aufregung vor Derby gegen Nürnberg FC Bayern verbietet Fan-Aktion: Das steckt hinter dem "Wollmützen-Eklat"

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Clubfans sorgten schon beim Auswärtsspiel auf Schalke für eine beeindruckende Choreographie – eine ähnliche Aktion war auch für das Derby am Samstag gegen den FC Bayern angedacht.  Foto: imago/Team 2Clubfans sorgten schon beim Auswärtsspiel auf Schalke für eine beeindruckende Choreographie – eine ähnliche Aktion war auch für das Derby am Samstag gegen den FC Bayern angedacht. Foto: imago/Team 2

München. Anhänger des 1. FC Nürnberg haben vor dem Duell beim FC Bayern angekündigt, vor dem Stadion gegen eine Spende Wollmützen an die Auswärtsfahrer verteilen zu wollen. Der Rekordmeister hat sich quergestellt – und erklärt unserer Redaktion, warum.

Die legendäre Pressekonferenz mit Uli Hoeneß und Co., die sportliche Achterbahnfahrt und der Streit mit Paul Breitner – die vergangenen Monate waren nicht einfach für den FC Bayern München. 

Zum Derby gegen den 1. FC Nürnberg am Samstag in der Allianz Arena drohte am Freitag neue Aufregung: Club-Fans hatten in hiesigen Foren angekündigt, vor dem Stadion rund 5000 Wollmützen gegen Spenden verteilen zu wollen. Hintergrund: Eine geplante Choreographie im Gästeblock. „Packt euch einen Fünfer ein. Für alle Auswärtsfahrer gibt es einen Goodie. Alle oder keiner! Frankenland, kein Bayern!“, hieß es dazu im Derbyaufruf der "Nürnberger Nordkurve". Als klar wurde, dass der FC Bayern die Fan-Aktion untersagt, erntete es Spott und Anfeindungen seitens der Club-Fans.

„Als Gästefans sind wir aus der Vergangenheit einiges an Gängelungen durch den Heimverein gewohnt. Dieses Mal ist es jedoch vollkommen absurd. Stein des Anstoßes sind weder Pyrotechnik noch Schmähplakate. Wie uns die Fanbetreuung des 1.FCN heute Morgen mitgeteilt hat, haben die Bayern dieses Mal Wollmützen verboten. Ja, richtig gelesen: Sie verbieten Wollmützen! 5000 rot-schwarze Mützen hatten wir extra für das Spiel in München anfertigen lassen", ließen die FCN-Anhänger auf dem YaBasta-Blog ihrem Unmut freien Lauf. Dabei sind die Wollmützen als solche nicht das Problem, wie Christian Wolf von der Pressestelle des FC Bayern München gegenüber unserer Redaktion klarstellt.

"Die Darstellung ist schlichtweg falsch. Wir haben nicht verboten, dass jemand Wollmützen aufsetzt. Wir haben lediglich den Verkauf untersagt. Wir haben Hausrecht, es ist ja nicht so, dass sich jemand da mit einem Bratwurststand hinstellen kann. Das hat unter anderem auch damit zu tun, dass momentan auf der Gästeblock-Seite gebaut wird." 

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Dort sei der Platz laut Wolf ohnehin beschränkt, was es unmöglich mache, einen Stand aufzustellen, wo sich in der Folge tausende Fans zusammenfinden würden. "Das ist logistisch zurzeit einfach nicht möglich."

7000 Clubfans werden erwartet

Aus der Ultraszene des 1. FC Nürnberg hieß es zuvor, dass "keine Mützen verteilt werden dürfen".  "Wir sind wütend über so viel Kleingeistigkeit seitens der verantwortlichen Personen in München", schrieben Anhänger weiter auf dem YaBasta-Blog. 

Bleibt abzuwarten, ob die an sich schöne Idee der Derby-Choreo von den Club-Fans dennoch umgesetzt werden wird. Insgesamt werden am Samstag rund 7000 Fans aus Nürnberg in der Allianz Arena erwartet. "Wir freuen uns auf jeden Nürnberger, der kommt. Es dürfen so viele Mützen in das Stadion mitgebracht werden, wie gewünscht. Es wäre auch ein bisschen albern, bei diesen Temperaturen Wollmützen zu verbieten", so Wolf mit einem Schmunzeln. 


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