Nach Krawallen in Buenos Aires Austragungsort für Copa-Finale gefunden: Argentinisches Duell auf spanischem Boden

Von dpa

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Fans des Stadtrivalen River Plate bewarfen mit Steinen den Bus von Boca Junior, mit dem das Team am Stadion ankam. Mindestens vier Fenster des Fahrzeuges wurden zerstört. Foto: dpa/Jose Romero/telamFans des Stadtrivalen River Plate bewarfen mit Steinen den Bus von Boca Junior, mit dem das Team am Stadion ankam. Mindestens vier Fenster des Fahrzeuges wurden zerstört. Foto: dpa/Jose Romero/telam

Asunción. River Plate und Boca Juniors sollen auf neutralem Boden spielen. Die Entscheidung des südamerikanischen Fußball-Dachverbands lässt beide Verbände unzufrieden zurück. Findet das Rückspiel im dritten Versuch endlich statt?

Das wegen Krawallen abgesagte Final-Rückspiel der Copa Libertadores zwischen den argentinischen Hauptstadtclubs Boca Juniors und River Plate soll am 9. Dezember in Madrid ausgetragen werden. Das teilte der südamerikanische Fußball-Verband CONMEBOL mit. Die Partie wird im Estadio Santiago Bernabeu von Real Madrid ausgetragen. CONMEBOL hat River Plate wegen der Vorfälle um und im Stadion bestraft. (Weiterlesen: Krawall und Chaos: Hooligan-Gewalt Argentiniens Dauerproblem)

Boca-Teambus mit Steinen angegriffen

Am vergangenen Samstag hatten River-Fans den Teambus von Boca auf dem Weg ins Stadion mit Steinen angegriffen. Dabei wurden mehrere Spieler verletzt. River Plate müsse die ersten zwei Partien im kommenden Jahr vor leeren Zuschauerrängen spielen, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Entscheidung des Disziplinargerichts des Verbands. Zudem soll der Verein eine Strafe in Höhe von 400.000 US-Dollar zahlen.

Weiterlesen: Copa Idiotica – Der Gegner gehört zum Spiel

Gleichzeitig lehnte das Tribunal den Antrag von Boca Juniors ab, den Titel ohne Rückspiel zugesprochen zu bekommen. Das Hinspiel zwischen beiden Clubs war 2:2 ausgegangen. Beide Vereine haben gegen die sie betreffenden Entscheidungen des Verbands Berufung eingelegt.

Finale zunächst verschoben

Das Finale wurde nach dem Angriff auf den Mannschaftsbus zunächst auf Sonntag verschoben und dann erneut abgesagt. Der Sicherheitsminister der Stadt Buenos Aires trat nach den Krawallen zurück. In Buenos Aires findet am Freitag und Samstag der G20-Gipfel statt.

In den vergangenen Tagen hatte mehrere Städte Interesse an der Partie angemeldet, unter anderem die kolumbianische Millionenmetropole Medellín und die italienische Hafenstadt Genua. Die CONMEBOL hatte bereits beschlossen, in Zukunft den Meister der Copa Libertadores in einem einziges Endspiel zu entscheiden, das 2019 in Santiago de Chile ausgetragen werden soll.


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