Kurioser Fall in Portugal Fußball-Millionär muss 19,13 Euro Strafe bezahlen

Meine Nachrichten

Um das Thema Sport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Yacine Brahimi während des Champions-League-Spiels des FC Porto gegen Schalke. Foto: imago/ZUMA PressYacine Brahimi während des Champions-League-Spiels des FC Porto gegen Schalke. Foto: imago/ZUMA Press

Porto. Benfica Lissabon schwärzte beim portugiesischen Fußballverband Spieler Yacine Brahimi des Erzrivalen FC Porto wegen eines Würgegriffs an einem Gegenspieler an. Drei Monate lang beriet sich ein Disziplinarausschuss über den Fall und entschied sich dann für eine Strafe: Der Spieler muss 19,13 Euro bezahlen.

Stellen Sie sich vor, Bayern-Star Franck Ribéry fasst in einem Bundesligaspiel gegen Hannover 96 einem Gegenspieler vor den Augen des Schiedsrichters an den Hals, wird dann vom Unparteiischen ermahnt und das Spiel wird normal fortgesetzt. Und am nächsten Tag kommt Bayerns Erzrivale Borussia Dortmund um die Ecke, schwärzt Ribéry beim DFB an und fordert eine Bestrafung des Spielers. Unvorstellbar?

Offenbar nicht in Portugal. Dort hat sich jetzt Ähnliches zugetragen. Am 1. Spieltag der Liga NOS Mitte August traf der FC Porto auf den Außenseiter CD Chaves und gewann locker mit 5:0. Während des Spiels kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Porto-Star Yacine Brahimi und seinem Gegenspieler Niltinho. Beide Spieler gerieten aneinander, dabei fasste Brahimi mit seiner Hand an Niltinhos Hals. 

Disziplinarausschuss berät sich drei Monate lang

Der Schiedsrichter hatte die Szene im Blick und trennte die Streithähne, beließ es jedoch bei einer mündlichen Ermahnung. So weit, so gut. Eigentlich.

Bei Portos Erzrivalen Benfica Lissabon erkannte man durch diese Szene offenbar die Gelegenheit, den Kontrahenten möglicherweise für ein paar Wochen zu schwächen. So schwärzte der Verein aus der portugiesischen Hauptstadt den Algerier Brahimi kurzerhand beim Verband an und forderte anhand des Videomaterials der Szene eine Sperre für den Offensivspieler. 

Da die Verbandsstrukturen auf der iberischen Halbinsel dies offenbar zulassen, befasste sich ein Disziplinarausschuss mit dem Fall und kam drei Monate (!) später zu der Entscheidung, dass der Spieler nicht gesperrt werde. Allerdings verhängte der Verband ein Bußgeld an den Spieler. Höhe: 19,13 Euro. Eine Begründung für das Urteil und die kümmerliche Summe lieferte der Verband nicht.

Ob Brahimi (Marktwert laut Transfermarkt.de-Einschätzung 26 Millionen Euro) für das Begleichen der Strafe einen Kredit aufnehmen muss, ist nicht bekannt ...

Wegen dieses Griffs muss Yacine Brahimi 19,13 Euro Strafe bezahlen.



Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN