Champions League kompakt Tuchel besiegt Klopp, viel Häme für Hoeneß und ein Dortmunder schreibt Geschichte

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Thomas Tuchel entschied das deutsche Trainerduell gegen Jürgen Klopp für sich. Foto: imago/Jan HuebnerThomas Tuchel entschied das deutsche Trainerduell gegen Jürgen Klopp für sich. Foto: imago/Jan Huebner

Hamburg. Der FC Liverpool verliert das Topspiel in Paris und steht vor dem Aus in der Champions-League-Gruppenphase. Für Paris trifft ein Ex-Münchner – und sorgt somit für viel Häme für Uli Hoeneß.

Die Ergebnisse des Abends:

Gruppe A:

Gruppe B:
  • PSV Eindhoven - FC Barcelona 1:2 (0:0)
  • Tottenham Hotspur - Inter Mailand 1:0 (0:0)
Gruppe C:
  • Paris St. Germain - FC Liverpool 2:1 (2:1)
  • SSC Neapel - Roter Stern Belgrad 3:1 (2:0)
Gruppe D:

Stimmen zu den deutschen Spielen:

Domenico Tedesco (Trainer Schalke): Wir haben alles getan, um uns voll zu fokussieren und auszublenden, dass wir nach dem Spiel von Moskau bereits weiter waren. Die letzten 30 Minuten waren so, dass wir trotz des 0:2-Rückstands eigentlich „tot“ waren, sind aber dann doch noch mit dem 1:2 in der Schlussphase zurückgekommen. Wir haben uns in einer schweren Gruppe für das Achtelfinale qualifiziert – heute aber verdient verloren.

Daniel Caligiuri (Schalke 04): Kurz nach dem Abpfiff ärgere ich mich trotz der Qualifikation für die K.o.-Runde sehr über die Niederlage. Wir wollten unbedingt gewinnen, auch wenn wir im Vorfeld wussten, dass Porto sehr viel Qualität im Team hat. Wir wissen, dass wir im Achtelfinale stehen. Darüber dürfen wir uns sicherlich freuen. Aber noch bin ich enttäuscht, da wir den Gruppensieg nicht mehr schaffen können. Das war unser Ziel vor der Reise nach Portugal.

Lucien Favre (Trainer Dortmund): Wir wollten unbedingt gewinnen, aber wir sind für das Achtelfinale qualifiziert – das war unser Ziel! Brügge hat sehr gut und sehr tief verteidigt. Die Pässe waren manchmal zu langsam, um den Gegner zu destabilisieren. Wir konnten das Spiel weder mit dem Ball am Fuß noch mit Pässen beschleunigen. Sie hatten zu viel Zeit, um zu verteidigen. Wir hätten uns schneller bewegen müssen.

Marco Reus (B. Dortmund): Unser Ziel war und ist es, die Gruppe zu gewinnen. Jetzt haben wir es nicht mehr in der eigenen Hand und müssen hoffen, dass Brügge genauso wie heute gegen uns auch so gegen Atlético spielt. Aber: Wir sind eine Runde weiter – und das zählt! Wir sind jedoch nicht zufrieden mit unserer Leistung. Es war das erwartet schwere Spiel. Wir sind nicht davon ausgegangen, dass Brügge so tief steht und eigentlich fast gar nichts fürs Spiel macht. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir den Ball zu langsam laufen lassen und kamen schwer in die Partie, weil sie so nah vor dem eigenen Tor standen und die Reihen extrem eng machten. Sie haben unsere Außenbahnspieler gedoppelt, wir konnten keine Fahrt in unser Spiel bringen, auch weil unsere Kombinationen vor allem in der ersten Halbzeit nicht so gut waren.

Topduell des Abends:

Trainer Thomas Tuchel hat mit Paris Saint-Germain Kurs auf das Achtelfinale der Champions League genommen und das Duell der deutschen Trainer gegen Jürgen Klopp gewonnen. Angeführt von Superstar Neymar setzte sich PSG im Topspiel gegen den FC Liverpool mit 2:1 durch. Weil der SSC Neapel im zweiten Spiel der Gruppe C gegen Roter Stern Belgrad gewann, rutschte Liverpool mit sechs Punkten auf Platz drei ab und muss um den Einzug in die K.o.-Runde bangen. Neapel ist nun mit neun Punkten Tabellenführer vor Paris (acht). Für Tuchel war es erst der zweite Sieg in seiner Karriere gegen Jürgen Klopp. Am letzten Spieltag empfängt Liverpool den SSC Neapel, Paris spielt in Belgrad.

Spieler des Abends: Manuel Akanji (Borussia Dortmund)

Wir lassen diesen Tweet einfach für sich sprechen und sagen: Respekt, Manuel Akanji!

Fehlschuss des Abends:

Zwei Jahre lang spielte Radamel Falcao für Atletico Madrid. Zwischen 2011 und 2013 erzielte der Kolumbianer für die "Colchoneros" in 91 Pflichtspielen 70 Tore – erlag dann aber dem Lockruf des großen Geldes und wechselte zum AS Monaco. Am Mittwoch kehrte Falcao erstmals an seine frühere Wirkungsstätte zurück und wurde bei seiner Einwechslung in der 55. Minute mit frenetischem Applaus empfangen. Der herzliche Empfang schien "El Tigre" zu beeindrucken, denn knapp eine halbe Stunde später setzte der Angreifer einen Handelfmeter neben das Atletico-Tor. Offenbar brachte er es nicht übers Herz, gegen seinen Ex-Club ein Tor zu erzielen. Die Atletico-Fans freute es: Ihr Jubel war noch lauter, als bei der Einwechslung ihres ehemaligen Lieblings.

Radamel Falcao ließ sich nach dem Spiel von den Atllético-Fans feiern. Foto: imago/Agencia EFE

Zahl des Abends: 31

Die Beliebtheitswerte von Neymar jenseits von Paris und Brasilien halten sich in Grenzen. Der Superstar fällt immer wieder durch schauspielerische Glanzleistungen auf (siehe unten), dennoch darf man ihm seine fußballerische Qualität nicht abschreiben – im Gegenteil: Neymar gehört zu den besten Spielern der Welt. Am Mittwoch beim Spiel gegen den FC Liverpool traf der 26-Jährige zum 31. Mal in der Champions League und ist damit der erfolgreichste Brasilianer in der Königsklasse. Hinter Neymar stehen Größen wie Kaka (30), Rivaldo (27) oder Giovane Elber und Mario Jardel (je 25). Bis Neymar allerdings in die Nähe der Werte eines Cristiano Ronaldos (121) oder Lionel Messis (106) kommt, dürften noch ein paar Jahre vergehen ...

Tweets des Abends:

Ein Glück, dass Uli Hoeneß kein Twitter nutzt. Glück für ihn! Denn sonst hätte er am Mittwoch Abend die Häme mitbekommen, die durch das Netzwerk geisterte. Nachdem Juan Bernat, der laut Hoeneß' Aussage auf der legendären Bayern-Pressekonferenz im Oktober bei den Bayern "einen Scheißdreck gespielt" hatte, für Paris St. Germain den Führungstreffer gegen Liverpool erzielt hatte, kannte das Internet kein Mitleid mit dem Bayern-Präsidenten. Bernat hatte übrigens in der Champions League bereits gegen Neapel ein wichtiges Tor für seinen Club erzielt ...

Im Pariser Prinzenpark tummelten sich auf den Tribünen auch Prominente wie Sänger Mick Jagger oder Schauspieler Leonardo di Caprio. Für diesen Twitterer war der größte Schauspieler im Stadion aber ein anderer:

Angesichts der mauen Leistung der Schalker beim FC Porto beschäftigte sich offenbar der eine oder andere gelangweilte Fan bereits mit dem Revierderby am übernächsten Wochenende – und hatte damit prompt die Erklärung für die enttäuschende Leistung der Königsblauen.

Wenn Neymar in unserer Liste Berücksichtigung findet (und Cristiano Ronaldo in unserer Ausgabe vom Dienstag bei Champions League kompakt), dann darf auch Lionel Messi nicht fehlen. Der Argentinier traf für den FC Barcelona beim Sieg in Eindhoven und steht bereits zum jetzigen Zeitpunkt bei über 15 erzielten Toren in Pflichtspielen. Damit hat Messi in jeder der vergangenen 13 (!) Saisons mindestens 15 Tore erzielt.





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