Champions League kompakt Robben mit seiner alten Masche – Mourinho rastet wieder aus

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Arjen Robben erzielte gegen Benfica zwei Tore. Foto: imago/Sven SimonArjen Robben erzielte gegen Benfica zwei Tore. Foto: imago/Sven Simon

Hamburg. Der FC Bayern schießt sich gegen Benfica den Frust von der Seele, auch dank Arjen Robben. Der vorzeitige Einzug ins Achtelfinale ist damit perfekt. In Athen kam es zu skandalösen Szenen.

Ergebnisse des Abends:

Gruppe E: 

AEK Athen - Ajax Amsterdam 0:2 (0:0)

FC Bayern München - Benfica Lissabon 5:1 (3:0) zum Spielbericht

Gruppe F:

1899 Hoffenheim - Schachtjor Donzek 2:3 (2:2) zum Spielbericht

Olympique Lyon - Manchester City 2:2 (0:0)

Gruppe G:

ZSKA Moskau - Viktoria Pilsen 1:2 (1:0)

AS Rom - Real Madrid 0:2 (0:0)

Gruppe H:

Juventus Turin - FC Valencia 1:0 (0:0)

Manchester United - Young Boys Bern 1:0 (0:0)

Der FC Bayern, Ajax Amsterdam, Manchester City, Real Madrid, AS Rom, Juventus Turin und Manchester United folgen damit dem FC Barcelona vorzeitig ins Achtelfinale.

Skandal des Abends:

Vor beziehungsweise während des Spiels zwischen AEK Athen und Ajax kam es im Olympiastadion zu schauderhaften Szenen. Wie auf verschiedenen Bildern zu sehen ist, warf ein AEK-Anhänger von der Tartanbahn aus eine Leuchtrakete in den Auswärtsfanblock.

Vor den Augen der Polizisten wirft der Mann eine Leuchtrakete in Richtung Ajax-Block. Foto: dpa/Thanassis Stavrakis/AP

Pyrofeuer können bis zu 1000 Grad heiß werden. Ein Irrsinn, dass das Geschoss mitten im Fanblock der Niederländer landete. Laut verschiedener Medienberichte gab es mehrere Verletzte.

Die Leuchtrakete landete mitten im Ajax-Block. Foto: imago/VI Images

Zahl des Abends: 50

Robert Lewandowski erzielte gegen Benfica Lissabon in seinem 77. Champions-League-Spiel seine Tore 50 und 51 in der Königsklasse. Der Pole hat damit einen Meilenstein gesetzt: Nur Ruud van Nistelrooy (62) und Lionel Messi (66) erreichten die 50-Tor-Marke schneller als der Stürmer des FC Bayern. 

Robert Lewandowski bejubelt seinen Treffer zum 3:0. Foto: imago/GEPA pictures

Ausraster des Abends: Jose Mourinho

Nachdem er den überraschenden Auswärtssieg in der Champions League bei Juventus Turin neulich noch auf eklige Art und Weise feierte, rastete Manchester Uniteds Trainer José Mourinho nach dem Siegtreffer gegen Young Boys Bern in der Nachspielzeit kurzzeitig so richtig aus. Der Portugiese schleuderte eine Box mit Getränkeflaschen wutentbrannt auf den Boden. Die Wut war offenbar der Tatsache geschuldet, dass seine Mannschaft mit ihren Chancen während der vorangegangenen 90 Minuten fahrlässig umgegangen war. Nach dem Spiel genehmigte sich der Star-Coach aber möglicherweise ein Schlückchen, denn seine Mannschaft machte den Einzug ins Achtelfinale perfekt.


Spieler des Abends: Arjen Robben

Für viele Bayern-Fans war die erste Halbzeit des Spiels gegen Benfica Lissabon wie ein Flashback in bessere Zeiten: Arjen Robben erzielte die beiden ersten Tore nämlich mit seiner alten Masche. So, wie er seit seiner Ankunft in München im Jahr 2009 schon dutzende Male getroffen hat: Robben dribbelte von der rechten Seite in die Mitte, ließ zahlreiche Gegenspieler aussteigen und versenkte unnachahmlich. Besonders der erste Treffer begeisterte die Fans, als der 34-Jährige gleich fünf Gegenspieler vernaschte und den Ball in die lange Ecke schlenzte. Ein Moment der Befreiung, zumal Robben zuvor seit genau 16 Stunden (960 Minuten) kein Tor in der Champions League gelungen war.

Ein Tor à la Arjen Robben: der Treffer zum 1:0. Foto: imago/Eibner


Tweets des Abends: 

Arjen Robbens Doppelpack im typischen Robben-Style (siehe oben) erfreute auch einen Teil der Twittergemeinde: 

Für das Magazin FUMS könnte der Befreiungsschlag des FC Bayern auch an folgender Vermutung liegen: 

Der Entzug der Ehrenkarten von Paul Breitner durch Uli Hoeneß war auch am Abend noch Thema:

Dieser Tweet entstand, bevor Franck Ribéry das 5:1 erzielte. Ob der Twitterer seinen Worten Taten folgen ließ?

"Spektakel" und "Drama" erhofften sich die Fans beim Heimspiel von Hoffenheim gegen Donezk. Und es wurde tatsächlich spektakulär (Hoffenheim machte aus einem 0:2 ein zwischenzeitliches 2:2) und dramatisch (Donezk erzielte den Siegtreffer für die Ukrainer in der zweiten Minute der Nachspielzeit).


Cristiano Ronaldo (Juventus Turin) ist der erste Spieler in der Geschichte der Champions League, der sich über 100 Siege freuen darf.

Stimmen zu den deutschen Spielen:

Arjen Robben (FC Bayern):  "Die Tore waren wichtig für uns, für die Mannschaft. Klar ist es immer schön, wenn du Tore schießt. Aber es war uns ganz wichtig, nach der bitteren Enttäuschung wieder aufzustehen und ein gutes Spiel zu zeigen, auch für das Publikum. Wenn du am Boden bist, musst du aufstehen, wenn du eine große Mannschaft bist. Es ist ja normal, dass der Trainer dann auch Kritik bekommt. Der Draht zur Mannschaft, ist gut. Wir gewinnen zusammen, wir verlieren zusammen. Ich habe mich wirklich für ihn gefreut. Das hat er sich verdient, auch als Mensch. Er gehört zu uns. Er reißt sich auch den Arsch auf. Ich habe mich wirklich gefreut."

Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic: "Das Gegentor darf nicht passieren. Einer so guten, so erfahrenen Mannschaft darf das nicht passieren. Wir sind oft in Führung, oft auch mit zwei Toren. Aber wir schaffen es nicht, über 90 Minuten so eine konzentrierte Leistung zu bringen. Aber es ist auch fast jeder Schuss ein Treffer gegen uns. Aber heute war wirklich gut. So wollen wir weitermachen. Das Spiel hat für sich gesprochen. Ich habe mich sehr gefreut, dass die Mannschaft die Verantwortung übernommen hat. Dass sie endlich wie Bayern München gespielt hat und für den Trainer und für den Klub. 

Am Sonntag hat der Präsident etwas gesagt. Da muss ich nicht das Gleiche sagen. Wenn ich was zu sagen habe, werde ich das sagen. Ich arbeite viel im Hintergrund."

Bayern-Trainer Niko Kovac: "Wir haben endlich mal die Führung, die wir hatten, ausgebaut. Wir haben heute über die komplette Zeit, über 90 Minuten – ausgenommen vielleicht die erste Minute der zweiten Halbzeit - sehr konzentriert agiert, sehr gut verteidigt. Wir haben nichts zugelassen. Wir haben sehr schnell das Mittelfeld überbrückt, gerade in der ersten Halbzeit. Wir haben schöne Tore herausgespielt. Endlich hat sich die Mannschaft belohnt für den Aufwand, den sie betrieben hat. Endlich haben wir es mal wirklich geschafft, was wir in den letzten Wochen nicht geschafft haben: Über 90 Minuten die Leistung zu bringen. Die Mannschaft hat Qualität, das wissen wir alle. Anscheinend braucht sie aber die großen Spiele. Ich denke von Spiel zu Spiel - so wie nach jedem Spiel."

Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann: "Es wäre mehr als verdient gewesen, wenn wir heute gewonnen hätten. Die Jungs haben heute gut gespielt, da gibt es keinen Vorwurf. Die Gelb-Rote Karte ist ein absoluter Skandal. Das Niveau der Schiedsrichter ist nicht auf Champions-League-Niveau. Wir ärgern uns natürlich, haben es in Unterzahl gut gemacht, aber der Ball muss halt rein."


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