Neuer Austragungsort für Finale der Copa Libertadores Boca-Kapitän: "Werde nicht in einem Stadion spielen, in dem ich sterben kann"

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Das Estadio Monumental in Buenos Aires. Hier sollte das Rückspiel der Copa Libertadores ursprünglich stattfinden. Foto: dpa/Gustavo Garello/APDas Estadio Monumental in Buenos Aires. Hier sollte das Rückspiel der Copa Libertadores ursprünglich stattfinden. Foto: dpa/Gustavo Garello/AP

Buenos Aires. Nach den Krawallen in Buenos Aires vor dem Rückspiel der Copa Libertadores zwischen River Plate und den Boca Juniors steht nun fest, dass die abgesagte Partie außerhalb Argentiniens nachgeholt wird.

Nach den chaotischen Zuständen rund um das Final-Rückspiel der Copa Libertadores zwischen River Plate und den Boca Juniors in Buenos Aires steht nun fest, dass das zwei Mal abgesagte Spiel nicht in Argentinien ausgetragen werden wird.

Wie der südamerikanische Fußballverband Conmebol am Dienstag bekanntgab, soll die Partie am 8. oder 9. Dezember außerhalb der Landesgrenzen stattfinden. Als Ausrichtungsland ist derzeit die paraguayische Hauptstadt Asunción im Gespräch. Es sei vernünftig, die Partie nicht in Argentinien spielen zu lassen, heißt es in der Mitteilung des Verbands (siehe unten).

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Nachdem das Hinspiel vor knapp zwei Wochen im Stadion der Boca Juniors unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen ohne größere Zwischenfälle 2:2 geendet hatte, kam es bereits vor dem Rückspiel zu massiven Krawallen. Dabei waren der Bus der Boca Juniors von Hooligans attackiert, Fensterscheiben zerschlagen und Spieler mit Tränengas attackiert worden. Mehrere Spieler hatten im Krankenhaus behandelt werden müssen.

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Das Spiel war daraufhin zunächst von Samstag auf Sonntag verschoben worden, doch auch einen Tag später sahen sich beide Mannschaften nicht imstande, die Partie abzuhalten. Auch die Sicherheitskräfte plädierten für eine neuerliche Absage.

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Boca-Kapitän Pablo Perez, der bei der Attacke am Auge verletzt worden war, sagte: "Es ist eine Schande, was passiert ist. Ich habe eine Frau und drei Töchter. Die Älteste hat mich umarmt, als ich nach Hause kam und weinte. Man kann nicht einfach so spielen, das darf nicht wieder passieren. Ich kann nicht in ein Stadion gehen, wo sie mir keine Sicherheit geben."

Boca-Kapitän Pablo Perez. Foto: dpa/Gustavo Garello/AP

Dass Perez überhaupt noch einmal im Stadion Monumental, der Heimstätte von River Plate, antreten wird, darf bezweifelt werden. "Was wäre, wenn wir spielen und gewinnen würden, wer bringt mich da raus? Stellen Sie sich vor, wir hätten sie in ihrem Stadion geschlagen, sie hätten mich umgebracht. Ich werde nicht in einem Stadion spielen, in dem ich sterben kann."

Die Mitteilung des südamerikanischen Fuballverbandes, wonach das Spiel am 8. oder 9. Dezember außerhalb Argentiniens ausgetragen wird:


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