Hrubesch lobt tolle Kulisse 5:2 gegen Italien – DFB-Frauen begeistern Fans in Osnabrück

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Jubel in Osnabrück: Torschützin Giulia Gwinn (links) feiert ihren Treffer zum 3:2 mit Lena Lattwein. Foto: dpa/Friso GentschJubel in Osnabrück: Torschützin Giulia Gwinn (links) feiert ihren Treffer zum 3:2 mit Lena Lattwein. Foto: dpa/Friso Gentsch

Osnabrück. "Oh wie ist das schön", sangen die Zuschauer in den letzten fünf Minuten und beklatschten beinahe jeden Ballkontakt der deutschen Fußball-Frauen. Beim 5:2-Sieg im WM-Test gegen Italien herrschte gute Stimmung an der Bremer Brücke.

Horst Hrubesch hatte es prophezeit: "In Osnabrück ist immer eine gute Atmosphäre", hatte er am Tag vor dem Länderspiel seinen beiden Spielerinnen Lena Lattwein und Gulia Gwinn versprochen. Nach dem 5:2 gegen Italien fühlte er sich bestätigt: "Das war wirklich eine tolle Kulisse, vielen Dank an Osnabrück. Das hat Spaß gemacht. Wenn ich ehrlich bin, kenne ich es hier auch nicht anders." Für den erfahrenen Bundestrainer war es das vorletzte Spiel in diesem Amt und auch in Osnabrück baute er seinen Startrekord weiter aus. Für den 67-Jährigen, der im März das Amt von Steffi Jones übernommen hat, war es der siebte Sieg im siebten Spiel. Gewinnen die deutschen Fußballerinnen  auch am Dienstag (16 Uhr/ZDF) in Erfurt gegen Spanien kann er sein Amt mit makelloser Bilanz an Martina Voss-Tecklenburg übergeben. 

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Zur guten Stimmung auf den Rängen trug seine Mannschaft schon vor dem Beginn bei. Kapitänin Dzsenifer Marozsan, die nach überstandener Lungenembolie noch geschont wurde, und die verletzte Torhüterin Almuth Schult kamen zu den Fans, machten Selfie, gaben Autogramme und nahmen sich Zeit für ein Schwätzchen. Auch Maskottchen Paule sorgte vor allem bei den vielen Kindern für strahlende Augen und musste zahlreiche Autogramme geben und Hände schütteln. Die Ostkurve, dort wo sonst der harte Kern der VfL-Fans steht, blieb diesmal leer. Auf dem Affenfelsen und im Gästeblock standen einige Fans, viele saßen auf der Südtribüne, noch mehr auf der Nord. Insgesamt 5904 Zuschauer waren gekommen - ein starker Wert für die deutschen Fußball-Frauen, die auch deshalb immer wieder gerne Länderspiele an dem Ort ihres ersten großen Triumphes austragen. 1989 holten sie an der Bremer Brücke zum ersten Mal den  EM-Titel.

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Die Mannschaft trug von Beginn an dazu bei, die Stimmung oben zu halten. In der 6. Minute durften die Fans zum ersten Mal laut jubeln und die zahlreichen Deutschland-Fähnchen schwingen. Lina Magull setzte sich auf der linken Seite stark durch und wuchtete den Ball zum 1:0 ins Netz. Auch sie lobte nach dem Spiel die Stimmung im Stadion. "Ich habe mich sehr gefreut, dass so viele Zuschauer da waren. Beim Aufwärmen hat man schon gesehen, dass viele da sind. Auch beim Einlaufen und während des Spiels waren sie zu hören. Das war wirklich sehr schön."

Auch danach trugen die deutschen Fußballerinnen dazu bei, dass die Kulisse guter Laune war. Ein ums andere Mal spielten sie schnell nach vorne. Sara Däbritz krönte eine starke Anfangsphase in der 18. Minute mit dem 2:0. Nach einer Ecke hatte Alexandra Popp ihr den Ball vorgelegt, die Münchnerin versenkte den Ball mit einem satten Rechtsschuss aus 16. Meter im Tor. Immer wieder hallten von der Tribüne "Deutschland, Deutschland"-Rufe durch das Stadion. 

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Die Fans bekamen eine rassige Partie geboten, zu der danach auch die Italienerinnen beitrugen. Barbara Bonansea nach einem langen Pass aus dem Mittelfeld (29.) und Daniela Sabatino per Kopfball (43.) sorgten noch vor der Halbzeit für den 2:2-Ausgleich. 

Direkt nach der Pause setzten die deutschen Fußballerinnen wieder an der guten Leistung der Anfangsphase an. Gulia Gwinn zog nach einem Pass von Lina Magull schön nach innen und traf zur erneuten 3:2-Führung (50.). Die eingewechselte Simone Petermann erhöhte nur zehn Minuten später auf 4:2 - sehr zur Freude der vielen Fans die auch danach zahlreiche Chancen der deutschen Frauen sahen und beklatschten. Eifrig sang eine Kindergruppe danach "einer geht noch, einer geht noch rein."Leonie Maier erhöhte die Rufe und traf in der 86. Minute zum 5:2 - nicht nur zur Freude der kleinen Fans.


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