Schwere Vorwürfe nach Krawallen in Dortmund Hertha-Fans erstatten Anzeige gegen Manager Michael Preetz

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"Herabwürdigende Anfeindungen" und "falsche Anschuldigungen" gegen die eigenen Fans? Hertha-Manager Michael Preetz hat derzeit viel um die Ohren. Foto: imago/Kirchner-Media"Herabwürdigende Anfeindungen" und "falsche Anschuldigungen" gegen die eigenen Fans? Hertha-Manager Michael Preetz hat derzeit viel um die Ohren. Foto: imago/Kirchner-Media

Berlin. Nach den Fan-Krawallen in Dortmund kehrt keine Ruhe bei Hertha BSC ein. Jetzt muss sich Manager Michael Preetz schweren Vorwürfen von Seiten der eigenen Fans stellen.

Der Dachverband der Fanklubs "Förderkreis Ostkurve" hat auf seiner Webseite bekannt gegeben, dass die "Fanhilfe Hertha B.S.C." Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz wegen übler Nachrede verklagt. "Genug ist genug" heißt es in der Überschrift der Mitteilung.

Fanhilfe wehrt sich gegen "Anfeindungen und Anschuldigungen"

Hintergrund sind die Auseinandersetzungen zwischen Berliner Fans und der Polizei beim Auswärtsspiel der Hertha Ende Oktober im Dortmunder Westfalenstadion. Dabei waren 45 Menschen verletzt worden. 

Im Fokus der Kritik des Schreibens vom Fanklub-Dachverband stehen die "herabwürdigende Anfeindungen und falschen Anschuldigungen der Geschäftsführung von Hertha B.S.C", gegen die man sich nun zur Wehr setzen wolle. Und zwar in Form einer Anzeige gegen Preetz. 

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Nachdem Fanhilfen des BVB und von Hertha die Maßnahmen der Polizei im Stadion als "vollkommenen überzogenen Einsatz" bezeichnet hatten, hatte wiederum Preetz diese Äußerungen kritisiert. 

"Ich finde es abenteuerlich. Gewalt mit einem möglicherweise unverhältnismäßigen Einsatz der Polizei zu rechtfertigen, das muss mir mal einer erklären, dazu fällt mir nichts mehr ein", so der Ex-Profi. Vor dem letzten Spiel gegen RB Leipzig hatte die Hertha-Führung außerdem Banner, Fahnen und Doppelhalter im Stadion verboten. Ein Dialog, der zwischen Geschäftsführung und Fanverbänden nach den Dortmund-Ereignissen wieder aufgenommen werden sollte, war dadurch nicht zustande gekommen. Am Mittwoch gab Hertha bekannt, dass der Konflikt mit einem Teil der Anhänger bei einem Runden Tisch am Donnerstag entschärft werden soll. 

Auch gegen die Polizei wird Anzeige erstattet

Doch nicht nur gegen Preetz wurde Anzeige erstattet. Laut der Fanhilfe, die eine Abteilung des "Förderkreises Ostkurve" ist, habe eine Person im Rahmen der Auseinandersetzungen mit der Polizei einen Trümmerbruch im Ellenbogen erlitten, einer weiteren wurde der Mittelhandknochen zertrümmert. In Konsequenz hätten diese und weitere Personen eine Berliner Kanzlei mit der Einreichung von Strafanzeigen gegen die Verantwortlichen des Polizeieinsatzes beauftragt.


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