Betrugsprozess in Spanien Sechs Jahre Haft für Fußballstar Neymar gefordert

Von dpa

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Der Stein des Anstosses: Der Brasilianer Neymar (Mitte) wechselte vom FC Santos zum FC Barcelona. Die Ablösesumme soll bei ungefähr 83 Millionen Euro gelegen haben. Foto: imago sportfotodienstDer Stein des Anstosses: Der Brasilianer Neymar (Mitte) wechselte vom FC Santos zum FC Barcelona. Die Ablösesumme soll bei ungefähr 83 Millionen Euro gelegen haben. Foto: imago sportfotodienst

Madrid. Ein Kläger in Spanien fordert eine mehrjährige Haftstrafe für Fußballstar Neymar. Auch der FC Barcelona ist involviert.

Im Betrugsprozess gegen Fußballstar Neymar hat der Privatkläger eine sechsjährige Haftstrafe für den Profi von Paris Saint-Germain gefordert. Aufgrund dieser Forderung leitete der bisher zuständige Richter an der Zentralkammer des Nationalen Staatsgerichtshofes in Madrid den Fall an die Strafkammer weiter. Ein Justizsprecher bestätigte auf Anfrage entsprechende Berichte spanischer Medien vom Mittwoch. Die Zentralkammer sei nur für Prozesse mit Forderungen von bis zu fünf Jahren zuständig, hieß es.

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Investitionsfonds klagt gegen Neymar

Im Fall geht es um eine Klage des brasilianischen Investitions-Fonds DIS in Zusammenhang mit dem Wechsel des Brasilianers vom FC Santos zum FC Barcelona im Sommer 2013. DIS hielt Anteile von 40 Prozent am Spieler und sieht sich betrogen. Der Fonds behauptet, er habe lediglich 40 Prozent der "offiziellen" Ablösesumme von 17,1 Millionen Euro erhalten. Nach den Ermittlungen sollen für den Wechsel aber mindestens 83 Millionen Euro geflossen sein.

Auch Barcelona-Boss vorgeladen

Schon im vergangenen Jahr hatte der Nationale Staatsgerichtshof die Eröffnung der mündlichen Verhandlung angeordnet. Einen Termin dafür gibt es noch nicht. Die Staatsanwaltschaft fordert für Neymar zwei Jahre Haft sowie eine Geldstrafe von zehn Millionen Euro. Neben Neymar müssen auch die Eltern des 26 Jahre alten Stürmers, die beiden verwickelten Vereine sowie Barcelona-Clubboss Josep Bartomeu und auch dessen Vorgänger Sandro Rosell auf die Anklagebank.



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