Party bis morgens, um 10.30 Uhr auslaufen SV Rödinghausen: Am Tag danach überwiegt ein "gutes Gefühl"

Von Johannes Kapitza, Christoph Schillingmann und Mareike Bader

Meine Nachrichten

Um das Thema Sport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Trotz Niederlage gegen den FC Bayern München durften Daniel Flottmann (am Ball) und die Fußballer des SV Rödinghausen ihre Leistung nach dem Spiel feiern. Foto: Helmut KemmeTrotz Niederlage gegen den FC Bayern München durften Daniel Flottmann (am Ball) und die Fußballer des SV Rödinghausen ihre Leistung nach dem Spiel feiern. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Erst gegen Mitternacht kamen die Fußballer des SV Rödinghausen aus dem Stadion, und dann wurde trotz des Aus im DFB-Pokal bis in den Morgen in Osnabrück gefeiert. Aber wer feiern kann, kann auch arbeiten: Am Mittwoch um 10.30 Uhr liefen die Regionalliga-Kicker schon wieder in Rödinghausen aus und schüttelten das 1:2 gegen den FC Bayern München aus den Knochen.

„Dem Trainer ist wichtig, dass wir regenerieren“, sagte Kapitän Daniel Flottmann, der nach eigenem Bekunden nicht der letzte Spieler war, als im Osnabrücker Alando Palais am Mittwochmorgen das Licht anging. Trotzdem war das Team wenige Stunden später schon wieder im Arbeitsmodus. „Es war die einzige Auflage des Trainers, dass wir vollzählig und pünktlich zum Auslaufen erscheinen“, sagte Flottmann. Coach Enrico Maaßen, genau wie Flottmann 34 Jahre alt, hatte darauf verzichtet, seine Kicker in die Diskothek zu begleiten. 

Um 9.30 Uhr auf der Massageliege

Auch wenn die Nacht nicht lang war, lag Flottmann schon um 9.30 Uhr in Rödinghausen auf der Massageliege – ein Pflichttermin für die Kicker, die den Bayern 90 Minuten lang im Dauerregen mit Kampfgeist entgegengetreten waren. „Als Osnabrücker in Osnabrück gegen die Bayern zu spielen, unter Flutlicht, in einem Livespiel im Fernsehen: Das war ein Highlight meines Lebens“, hatte Flottmann am Dienstagabend gesagt.

Nachlesen: SV Rödinghausen feiert trotz Aus im DFB-Pokal

Flottmann: Alle sind happy, dass wir uns gut verkauft haben

Am Tag danach überwog trotz der Niederlage immer noch „ein gutes Gefühl“. Flottmann: „Alle im Umfeld sind stolz und happy, dass wir uns gut verkauft haben.“ Schnell abgehakt war die Niederlage gegen die Bayern damit allerdings nicht: „Wir haben viel diskutiert, was wir hätten besser machen können. Wenn wir die Chance auf eine Wiederholung hätten, würden wir ein bisschen was anders machen.“ Aber das geht dann frühestens in der kommenden Saison. Vorher müssen die Kicker schon wieder ganz ausgeschlafen sein: In der Regionalliga West empfängt der Tabellenfünfte am Samstag die Reserve des 1. FC Köln.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN