DFB-Pokal kompakt Pyro-Ärger beim HSV – Blitztor bringt Ulm kein Glück

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Die Hamburger Spieler (von links) Gotoku Sakai, Fiete Arp, Pierre-Michel Lasogga und Julian Pollersbeck versuchen auf ihre Fans einzuwirken. Foto: imago/EibnerDie Hamburger Spieler (von links) Gotoku Sakai, Fiete Arp, Pierre-Michel Lasogga und Julian Pollersbeck versuchen auf ihre Fans einzuwirken. Foto: imago/Eibner

Hamburg. Die großen Überraschungen blieben aus – allerdings taten sich der HSV und die Bayern schwerer als gedacht.

Szene des Abends

So schnell kann es gehen: Nach nur 13 Sekunden lag im Spiel zwischen dem SSV Ulm und Fortuna Düsseldorf der Ball im Tor. Und zwar nicht in dem des Underdogs aus Ulm, sondern in dem des Bundesligisten. 

Goßer Jubel bei Ardian Morina. Foto: imago/Jan Huebner

Vorausgegangen war ein Fehlpass der Düsseldorfer. Ulms Braig passte anschließend zu seinem Mitspieler Ardian Morina, der im Zentrum stand und einfach mal abzog. Abwehrspieler Bormuth lenkte den Schuss noch unglücklich ab und der Ball flog im hohen Bogen ins Tor der Düsseldorfer. 

Ergebnisse des Abends 

SV Wehen Wiesbaden - Hamburger SV: 0:3

SV Rödinghausen - FC Bayern München: 1:2 

1. FC Heidenheim - SV Sandhausen: 3:0

FC Augsburg - FSV Mainz 05: 3:2 (n. V.)

Hannover 96 – VfL Wolfsburg: 0:2

SV Darmstadt 98 – Hertha BSC: 0:2

SSV Ulm – Fortuna Düsseldorf: 1:5

BSG Chemie Leipzig – SC Paderborn: 0:3

Spieler des Abends

Mit fünf Toren schoss sich Fortuna den Frust von der Seele. Nach zuletzt fünf Niederlagen und insgesamt 17 Gegentoren gewannen die Düsseldorfer beim SSV Ulm mit 5:1. Großen Anteil am Sieg hatte dabei Offensivspieler Dodi Lukebakio.

Fortunas Dodi Lukebakio traf im Pokalspiel beim SSV Ulm zwei Mal. Foto: imago/Jan Huebner

Der 21-Jährige schoss zwei Tore selbst und bereitete zudem einen weiteren Treffer vor. Übrigens nicht sein erster Doppelpack in dieser Pokalsaison: Schon in der ersten Runde traf der Belgier zwei Mal gegen RW Koblenz 

Aufreger des Abends

Nach dem Treffer von Pierre-Michel Lasogga zum zwischenzeitlichen 2:0 gegen Wehen Wiesbaden brannten einige Fans des HSV Pyro ab. 

Die HSV-Spieler stehen bei ihren Fans, um sie zu beruhigen. Foto: imago/Jan Huebner

Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck unterbrach die Partie, drohte sogar mit Abbruch. Die HSV-Spieler um Lasogga und Holtby gingen zu ihren Anhängern, versuchten auf sie einzuwirken. Nach rund fünf Minuten wurde das Spiel fortgesetzt.

Die besten Tweets des Abends

Die Auswahl des Free-TV-Spiels wurde nicht gutgeheißen.

Wie kann er nur gegen Neuer ein Tor schießen?

Kein DFB-Pokalabend ohne diesen Spruch:

Verzweiflung in Wolfsburg, als Mehmedi nur das Außennetz trifft.

Sehnsucht nach einem ehemaligen Spieler in Hannover:

Choreo des Abends

Große Choreo der Anhänger von Chemie Leipzig. Foto: imago/Picture Point LE

In der ersten Runde schlug Chemie Leipzig mit 2:1 gegen Jahn Regensburg. Für den Verein ein riesen Erfolg. Den feierten die Anhänger vor dem Zweitrundenspiel gegen den SC Paderborn mit einer aufwändigen Choreo. Sogar Feuerwerk wurde gezündet.

Die Stimmen zu den Spielen

Thomas Müller (FC Bayern): "Wir wissen selbst, dass das nicht das ist, was wir zeigen wollen. Wir sind weitergekommen, das Wie hat jeder gesehen. Darüber muss sich natürlich jeder Spieler Gedanken machen." 

Enrico Maaßen (Trainer SV Rödinghausen): "Wir sind sehr, sehr stolz, so eine Leistung gezeigt zu haben. Gerade wenn man so früh 0:2 hinten liegt."

Niko Kovac (Trainer FC Bayern): "Wir machen die Chancen im Moment nicht rein, dann ist es immer ein ziemliches Zittern bis zum Schluss." 

Jann-Fiete Arp (HSV) zum angedrohten Spielabbruch: "Zum Glück ist es bei der letzten Ermahnung geblieben."

Horst Heldt (Sportdirektor Hannover): "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat alles probiert. Dramatisch ist vielleicht einen Tick zu weit, aber natürlich sind wir im Abstiegskampf."

Matthias Zimmermann (Fortuna Düsseldorf): "So ein Gefühl hatten wir schon lange nicht mehr"

Vedad Ibisevic (Hertha BSC): "Das fühlt sich überragend an, ich kann mich nicht erinnern, dass ich in meiner Karriere schon einmal mit dem ersten Ballkontakt getroffen habe."

Fabian Holland (Darmstadt 98): "Das ist bitter, da wäre mehr drin gewesen. Aber auf dieser Leistung können wir aufbauen."


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