Lopetegui-Nachfolge offen Real und die Zwei-Wochen-Deadline: Wer wird neuer König von Madrid?

Meine Nachrichten

Um das Thema Sport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Jose Mourinho (links) Antonio Conte sind die aussichtsreichsten Kandidaten bei Real Madrid.Jose Mourinho (links) Antonio Conte sind die aussichtsreichsten Kandidaten bei Real Madrid.

Madrid. Nur fünf Monate blieb Trainer Julen Lopetegui bei Real Madrid im Amt, bevor er am Montagabend entlassen wurde. Wer folgt auf den Spanier? Warum den Klub-Bossen nur zwei Wochen Zeit für eine Entscheidung bleiben.

Nach der desaströsen 1:5-Pleite im Clásico beim FC Barcelona rutschte Real Madrid auf Platz neun der spanischen La Liga. Für die Königlichen ein Desaster, beträgt der Rückstand auf den Spitzenreiter und Erzfeind Barcelona nun bereits sieben Punkte. Am Montagabend zog Klub-Boss Florentino Pérez die Reißleine und setzte den erfolglosen Coach Julen Lopetegui vor die Tür. Als Interimslösung darf Santiago Hernán Solari aus Madrids B-Team zwei Wochen auf der Trainerbank setzen, danach muss eine Dauerlösung her – so lauten die Regeln in Spanien. Wer nimmt auf dem königlichen Trainer-"Thron" Platz? 

Als heißester Kandidat gilt Antonio Conte. Der 49-jährige Italiener, der zuletzt beim FC Chelsea unter Vertrag stand (2016 bis 2018) ist zurzeit arbeitslos und entsprechend leicht zu haben. Vor allem mit Blick auf den Zeitdruck, unter dem Real-Boss Pérez steht, wäre der ehemalige italienische Nationaltrainer der logische Nachfolger von Lopetegui. Zudem ist Conte der einzige namhafte Übungsleiter ohne Job. Allerdings sollen sich die Gespräche zwischen Pérez und Conte in die Länge ziehen. Laut der spanischen Sportzeitung "AS" wolle Conte zunächst alles über die "Zukunftspläne" des Vereins wissen.

Kehrt José Mourinho zurück ins Santiago Bernabéu? Neben Conte kursiert der Name des Portugiesen hartnäckig in den spanischen Medien. Im Gegensatz zu den Conte-Gerüchten spricht jedoch nicht viel für Mourinho. Der 55-Jährige steht bei Manchester United aufgrund anhaltender Erfolgslosigkeit heftig in der Kritik, als Trainer in Madrid (2010 bis 2013) glänzte er jedoch auch nicht mit Titeln: Er holte jeweils einmal den Pokal (2011) und die Meisterschaft (2012).

Bröckelt das Denkmal von Florentino Peréz?

Der ehemalige Wunschtrainer Julian Nagelsmann wechselt zur kommenden Saison von der TSG Hoffenheim zu RB Leipzig. Weitere Übungsleiter, die für den Serien-Champions-League-Sieger Real Madrid in Frage kommen würden, sitzen allesamt bei ihren Vereinen fest im Sattel. Die Zeit drängt, und die Trainerauswahl ist klein. Nach dem Verkauf von Cristiano Ronaldo zu Juventus Turin im Sommer holte Peréz einen der erfolgslosesten Trainer in der Vereinsgeschichte. Sollte der Klub-Boss nicht einen "königlichen" Coach verpflichten, droht sein eigenes Denkmal zu bröckeln.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN