"Eine Sauerei" Nach Bayer-Kantersieg: Rudi Völler attackiert Sky-Moderator

Von Kim Patrick von Harling und dpa

Meine Nachrichten

Um das Thema Sport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Rudi Völler war mit den Aussagen von TV-Moderator Patrick Wasserzieher nicht einverstanden. Foto: imago/Pius KollerRudi Völler war mit den Aussagen von TV-Moderator Patrick Wasserzieher nicht einverstanden. Foto: imago/Pius Koller

Leverkusen. Nach dem 6:2 von Bayer Leverkusen bei Werder Bremen hielt die gute Laune von Werkself-Boss Rudi Völler nicht lange an. Sky-Moderator Patrick Wasserzieher stellte im Anschluss weiterhin Bayer-Trainer Heiko Herrlich in Frage – trotz des Kantersieges. Völler reagierte genervt.

Es war schon ein wenig paradox, was sich am Sonntag nach dem klaren 6:2-Sieg von Bayer Leverkusen bei Werder Bremen in den Katakomben des Bremer Weserstadions abspielte. Da hatten die Gäste gerade den dringend benötigten Dreier eingefahren und dennoch gab es weiter Diskussionen um Bayer-Coach Heiko Herrlich. Weil Moderator Patrick Wasserzieher im Pay-TV-Sender Sky darüber spekulierte, dass die Zukunft des Trainers in Leverkusen weiter ungewiss sei, sah sich Sportdirektor Rudi Völler zu einer lautstarken Klarstellung gezwungen. "Definitiv nicht", sagte Völler zur Frage, ob Herrlich entlassen werde.  

"Unsäglich"

Völler war angefressen. Da hätten alle Beteiligten gerade ein so tolles Fußballspiel gesehen und dennoch würde weiter über Herrlich diskutiert. "Das ist eine Sauerei", echauffierte sich Völler, dem die gute Laune nach dem wichtigen Sieg vergangen war. "Bei allem Respekt, dass man kritische Frage stellen muss. Aber ich finde es unsäglich, wie ein Mann, der gerade 6:2 gewonnen hat, mit einer überragenden taktischen Leistung und mit tollem Fußball, in der Sendung so vorgeführt wird. Das ist unglaublich für mich."

Dabei attackierte Völler direkt Wasserzieher: "Ich kenne ihn lange, mag und schätze ihn. Aber ich bin heute auch deswegen nicht hin, weil ich es nicht mehr hören kann – Woche für Wochen die gleichen Fragen. Ich fand das unsäglich. Ich bin sehr enttäuscht. 25 Mal hat er nachgefragt. Er hätte gehört, wir wären da in der Kabine. Vielleicht wäre da etwas."

Die Situation in Leverkusen: Vor dem Spiel war der Druck auf Herrlich groß, der schlechteste Leverkusener Saisonstart seit Einführung der Drei-Punkte-Regel hatte Spuren hinterlassen. Eine klare Niederlage an der Weser und es hätte in der Tat eng werden können für den Coach. Doch statt der von vielen erwarteten Klatsche gab es einen völlig überraschenden Kantersieg. Kevin Volland (8. Minute), Julian Brandt (38.), Karim Bellarabi (45.), Kai Havertz mit einem Doppelpack (67./77.) und Aleksandar Dragovic (72.) trafen für die offensiv entfesselt aufspielenden Gäste. Bayer geht nun mit viel Rückenwind in den Westschlager im DFB-Pokal in Mönchengladbach am Mittwoch. Und mit Trainer Herrlich.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN