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12.10.2018, 13:22 Uhr KOLUMNE

Triathlet Seidel aus Bad Iburg findet Hawaii einfach fantastisch

Von Ronny Seidel


Fokussiert auf das Ziel Hawaii: Triathlet Ronny Seidel auf dem Rad beim Ironman in Frankfurt Foto: FinisherPixFokussiert auf das Ziel Hawaii: Triathlet Ronny Seidel auf dem Rad beim Ironman in Frankfurt Foto: FinisherPix

Kailua-Kona. Elf Tage vor dem Ironman ist Triathlet Ronny Seidel mit seiner Freundin Ezo Güven nach Hawaii gereist. Die ersten Erlebnisse haben ihn tief beeindruckt.

Von Ronny Seidel

Es ist einfach fantastisch hier – nicht nur der Sport, sondern auch die tollen Erfahrungen, wenn wir andere Menschen treffen und uns mit ihnen unterhalten. Hier ist man einfach nur begeistert, man hat das Gefühl, die Menschen haben sehr großen Respekt vor der Leistung. Egal, in welcher Zeit man sie absolviert.

Ich habe hier bisher ein paar lockere Einheiten absolviert. Jeden Morgen sind wir um sieben Uhr an den Pier zum Schwimmen. Es gab richtig heftige Wellen. Unser Vermieter meinte, das seien die Ausläufer des Hurrikans. Als ich das erste Mal die komplette Strecke geschwommen bin, waren es sicher drei bis vier Meter hohe Wellen. (Ebenfalls unterwegs: Amadeus Hegenbarth aus Bad Rothenfelde – Erstes Ziel Ankommen)

Ronny Seidel in Frankfurt in der Wechselzone nach dem Schwimmen. Auf Hawaii brauchen die Triathleten keinen Neopren-Anzug. Foto: FinisherPix

Sie brechen zwar nicht, aber es geht richtig hoch und runter. Durch den hohen Hub der Wellen sieht man die Bojen kaum noch. Draußen ist es so tief – man sieht nur noch das dunkle Blau des Pazifik in all seinen Variationen. 

Auf dem Rückweg hat mich der Tentakel einer Qualle direkt im Gesicht an der Schläfe erwischt und es brannte ordentlich. Da heißt es so ganz allein im Ozean Ruhe bewahren und kontrolliert weiter kraulen. Später waren wir eine Runde Radeln und haben die Räder und Position geprüft. (Weiterlesen: Ronny Seidel gewinnt auf der 10-Kilometer-Strecke beim 6. Osnabrücker Zoolauf)

An Board mit Ironman-Gewinner Hellriegel

Wir sind gesund und wenn auch ein wenig müde in Kona auf Hawaii angekommen. Für den elfstündigen Flug nach San Francisco haben wir uns für Kompressionsstrümpfe entschieden. Danach ging es noch einmal vier Stunden bis nach Kona. Mit an Board war der erste deutsche Hawaii-Gewinner Thomas Hellriegel, der 1997 den Ironman gewonnen hat, der aktuell als Kommentator für die ARD tätig ist.

Unser Apartment ist etwas oberhalb gelegen, mit einem tollen Blick auf den Pazifik. Wir stellen fest: Willkommen im Paradies. Wir können es kaum fassen: Was für eine atemberaubende Landschaft. 

Tipp gegen den Jetlag: Einfach so tun als hätte es die 12 Stunden Zeitverschiebung nicht gegeben. Foto: Colourbox/Jose Manuel Gelpi Diaz

Auf dem Flug nach Kona, habe ich mich mit einem Militärveteran unterhalten. Ich mag es, auch andere Sichtweisen über weltpolitische Themen zu hören. Er hatte natürlich auch noch einen Tipp zum Thema Jetlag: einfach so tun, als hätte es die zwölf Stunden Zeitverschiebung nicht gegeben. Wir haben ihm beim Wort genommen und genauso weitergemacht.

Menschen sind freundlich und hilfsbereit

Am nächsten Morgen haben wir verzweifelt einen Adapter für unsere 230-Volt-Stecker gesucht. Man muss sagen, dass die Menschen hier unglaublich freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend sind. Alle sind sehr aufgeschlossen. Man grüßt sich, auch wenn man sich nicht kennt. Viele fragten uns, ob wir beim Ironman mitmachen und haben uns alles Gute gewünscht.

Die Herzlichkeit ging soweit, dass eine Frau, die mitbekommen hatte, dass ich diesen Adapter suche, einfach die Initiative ergriffen hat und in anderen Läden anrief und nach diesem Adapter fragte. Hilfsbereitschaft hat einen Namen: „Hawaiianer“, dachte ich mir. 


Athleten auf Reisen

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