David Coulthard im Gremium Rennserie für Frauen geht 2019 an den Start – Erste Kritik

Von Kim Patrick von Harling und dpa

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Sophia Flörsch ist die einzige Fahrerin bei der Formel-3-Europameisterschaft. Foto: imago/Kirchner-MediaSophia Flörsch ist die einzige Fahrerin bei der Formel-3-Europameisterschaft. Foto: imago/Kirchner-Media

Hamburg. Die Motorsportserie für Frauen, die im kommenden Jahr starten wird, soll vorerst nur in Europa stattfinden.

Im kommenden Jahr soll eine eigene Formel-Rennserie für Frauen starten. Wie die Veranstalter der neuen sogenannten Formel W am Mittwoch bekanntgaben, soll der Auftakt im Frühjahr 2019 stattfinden. Schauplätze sollen zunächst "einige der besten und berühmtesten Rennstrecken in Europa" sein. Auf den meisten davon soll auch schon die Formel 1 gefahren sein.

1,5 Millionen US-Dollar als Preisgeld

Details zu den Austragungsorten wurden nicht genannt, dafür wurde zudem angekündigt, dass in den nachfolgenden Jahren auch Rennen in Amerika, Asien und Australien geplant sind. Als Preisgeld gibt es insgesamt 1,5 Millionen US-Dollar in der Auftaktsaison.


18 bis 20 identische Autos des Typs Tatuus T-318 Formel 3 sollen den Nachwuchsfahrerinnen zur Verfügung gestellt werden. Die angehenden Pilotinnen müssen ein "strenges Vorauswahlprogramm" durchlaufen mit diversen Tests.  

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Ein Gremium, dem unter anderem der ehemalige Formel-1-Fahrer David Coulthard und Formel-1-Design-Star Adrian Newey von Red Bull angehören, wird die Auswahl treffen. Ziel soll es sein, Frauen auch auf dem Weg für eine mögliche Formel-1-Karriere auszubilden. "Wir glauben in der W Serie absolut daran, dass Frauen und Männer im Rennsport sich miteinander messen können, wenn sie die gleichen Voraussetzungen haben", sagte Coulthard.

Erste Kritik kommt von der einzigen Rennfahrerin der Formel-3-Europameisterschaft, Sophia Flörsch. "Ich stimme mit den Argumenten überein – aber absolut nicht mit der Lösung. Ich will gegen die Besten in unserem Sport antreten. Vergleicht es bitte mit der Wirtschaft: Brauchen wir da separate Vorstände für Frauen? Nein. Falscher Weg."


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