Bereits bei der WM 2022 in Katar FIFA erwägt offenbar Elfmeterschießen in WM-Gruppenspielen

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Eine Szene vom Elfmeterschießen bei der WM in Russland zwischen Kolumbien und England. Foto: imago/Sven SimonEine Szene vom Elfmeterschießen bei der WM in Russland zwischen Kolumbien und England. Foto: imago/Sven Simon

London. Die Aufstockung auf 48 Mannschaften soll eigentlich erst 2026 erfolgen, doch offenbar hat die FIFA ganz andere Pläne. Möglicherweise nehmen an der WM 2022 in Katar bereits 16 Nationen mehr teil als bislang – das wäre aber nicht die einzige Neuerung.

Eigentlich soll die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko die erste sein, bei denen das Teilnehmerfeld auf 48 Nationen hochgeschraubt wird. Wie das englische Boulevardblatt "The Sun" nun aber herausgefunden haben will, liegen in den Schubladen des Weltverbandes FIFA ganz andere Pläne: Demnach soll bereits die vielfach kritisierte WM 2022 in Katar aufgestockt werden.

Die 48 teilnehmenden Mannschaften sollen dann in 16 Dreiergruppen aufgeteilt werden, die beiden Gruppenersten qualifizieren sich für das Sechzehntelfinale mit 32 Mannschaften, der Gruppenletzte scheidet aus.

Sieger des Elfmeterschießens soll Extra-Punkt erhalten

Um auf Grund von nur zwei Gruppenspielen dennoch die Spannung hochzuhalten, hat sich die FIFA nach dem Bericht der "Sun" dann noch etwas ganz Besonderes ausgedacht: Jene Gruppenspiele, die unentschieden enden, sollen durch Elfmeterschießen entschieden werden. Der Sieger dieses Shootouts bekäme demnach noch einen Extrapunkt.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte Gedankenspiele über einen derartigen Modus bereits im Jahr 2017 geäußert, damals aber noch das Turnier 2026 für die Premiere in Betracht gezogen. Auf Grund der jüngsten Ergebnisse bei der diesjährigen WM in Russland sollen die Planspiele nun konkreter werden, heißt es. In diesem Sommer war es bei einigen abschließenden Gruppenspielen zum Verdacht der Wettbewerbsverzerrung gekommen.

Umsetzung bereits 2022 ist fraglich

Eine von der "Sun" als FIFA-Insider beschriebene Person sagte der Zeitung: "Uns ist bewusst was passieren kann, wenn es in den ersten Gruppenspielen bereits Unentschieden gibt. Elfmeterschießen schon in der Gruppenphase könnten also dazu führen, dass wir die Probleme aus der vergangenen WM nicht mehr haben werden."

Die konkrete Umsetzung ist allerdings fraglich. Das liegt vor allem daran, dass der Terminplan für die erstmals im Winter stattfindende Weltmeisterschaft bereits bekannt ist: Die WM soll zwischen dem 21. November und 18. Dezember 2002 stattfinden. Eine Aufstockung der WM um weitere 16 Mannschaften auf 48 Teams würde diesen Zeitplan durcheinanderwirbeln, die Zahl der Spiele würde sich von derzeit 64 auf 80 erhöhen. 

Eine endgültige Entscheidung über die angedachten Reformpläne könnte fallen, wenn sich der FIFA-Rat Ende Oktober in Ruandas Hauptstadt Kigali trifft. Doch selbst wenn diese für 2022 nicht realisiert werden können, sollen sie 2026 umgesetzt werden.

Die FIFA mit Präsident Gianni Infantino an der Spitze hat offenbar einige Ideen für die WM 2022 in Katar. Foto: imago/VI Images



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