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Ministerpräsident Kretschmer zu Gast bei Heimspiel "Bollwerk gegen Rechtsradikalismus": Chemnitzer FC mit klarer Botschaft

Von dpa

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Das vor dem Spiel von beiden Mannschaften präsentierte Plakat ließ keine Fragen offen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpaDas vor dem Spiel von beiden Mannschaften präsentierte Plakat ließ keine Fragen offen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Chemnitz. Der Berliner AK hatte große Bedenken vor dem Regionalligaspiel beim Chemnitzer FC. Beide Teams und Anhänger zeigten jedoch, dass Toleranz im Fußball kein Fremdwort sein muss.

Regionallist Chemnitzer FC hat sich erneut von rechten Übergriffen im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod eines Mannes in der Stadt distanziert und dies gemeinsam mit dem Berliner AK am Samstag eindrucksvoll umgesetzt. Unter den Augen des kurzfristig angereisten sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) zeigten die Spieler beider Regionalliga-Teams vor dem Anpfiff ein Plakat mit der Aufschrift "Gemeinsam für demokratische Grundwerte und Fairness". 

In den Zuschauerbereichen waren Banner aufgehängt, auf denen "Toleranz - Weltoffenheit- Fairness" und "Freiheit- Demokratie - Rechtsstaat" zu lesen war. Die vom deutsch-türkischen Verein befürchteten Anfeindungen blieben aus. BAK-Präsident Mehmet Ali Han hatte große Sicherheitsbedenken geäußert und sogar damit gedroht, nicht in Chemnitz antreten zu wollen beziehungsweise die Partie vorzeitig zu beenden.

"Es ist unser Ziel, unsere Strategie, den Chemnitzer FC zum Bollwerk gegen Rechtsradikalismus auszubauen", hatte der CFC im Vorfeld der Begegnung mitgeteilt und alle Anhänger zu Toleranz aufgefordert. Man wolle im Stadion ein deutliches Zeichen für die elementaren Werte der freiheitlich-demokratischen Grundordnung – Freiheit, Demokratie, Rechtsstaat – setzen und die Partie dazu nutzen, für diese Werte offen einzutreten. Das gelang, Spitzenreiter Chemnitz bezwang den Dritten berliner AK 3:1 (2:0).

Der deutsch-türkische Berliner AK hatte bis zuletzt offen gelassen, ob er zum Spiel antritt. Dies wurde mit Sicherheitsbedenken wegen rassistischer Aktionen in der Stadt begründet. Nach dem gewaltsamen Tod eines 35-jährigen Deutschen, für den drei Asylbewerber tatverdächtig sind, waren in Chemnitz rechtsgerichtete Demonstrationen organisiert worden. Zudem gab es Übergriffe auf Ausländer.



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