Fußballspieler über Mobbing Arsenal-Star Héctor Bellerín: "Die Leute haben mich Lesbe genannt"

Meine Nachrichten

Um das Thema Sport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Héctor Bellerín sieht sich Mobbing ausgesetzt. Foto: imago/SportimageHéctor Bellerín sieht sich Mobbing ausgesetzt. Foto: imago/Sportimage

London. Die sozialen Medien bieten jedem eine Plattform, seine Meinung zu äußern. Oft dienen hier Sportler als Zielscheibe.

Homophobe Beschimpfungen gehören im Fußball leider fast schon zum Alltag. Dies bekommt offenbar vor allem Héctor Bellerín (23) vom Premier-League-Club Arsenal London zu spüren. "Die Leute haben mich Lesbe genannt, weil ich meine Haare wachsen ließ. Es gibt andere homophobe Beschimpfungen. Das kann sehr hart sein, die Beschimpfungen finden meistens online statt, aber man hört sie auch im Stadion", schildert der Spanier in einem Interview mit der britischen Tageszeitung "The Times".

View this post on Instagram

For the culture. @mundialmag issue 015.

A post shared by Héctor Bellerín (@hectorbellerin) on Sep 6, 2018 at 6:14am PDT

Auf Instagram folgen Bellerín rund 2,7 Millionnen Abonnenten. Auf der Plattform präsentiert sich der Spanier oft mit "gewagten" Outfits und legt großen Wert auf sein Äußeres. Offensichtlich schmeckt das nicht allen Fußballfans, sodass es regelmäßig abwertende Kommentare hagelt.

Lesen Sie auch: Roman Neustädter über Homophobie

"Das Problem ist, dass die Leute eine Vorstellung haben, wie Fußballer aussehen, wie sie sich benehmen, worüber sie reden sollen. Wenn man sich ein bisschen anders verhält, wird man zur Zielscheibe", sagt Bellerín. "Es gibt einen Druck, dich anzupassen. Das ist sehr gefährlich. Im Leben soll erlaubt sein, sich auszudrücken. Man ist so glücklicher." 

Im Interview spricht der 23-Jährige zudem über Homophobie, ein Tabu-Thema im Fußball. "Es ist unmöglich, dass sich jemand als schwul outet. Einige Fans sind nicht bereit. Als das im Rugby der Waliser Gareth Thomas gemacht hat, haben die Leute seine Entscheidung respektiert. Im Fußball ist die Kultur anders. Es kann sehr persönlich, sehr fies sein."


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN