Nach Bremsskandal bei Moto-GP Team trennt sich von Fenati: "Diese Tat kann nicht entschuldigt werden"

Von Kim Patrick von Harling und dpa, 10.09.2018, 14:33 Uhr
Roman Fenati leistete sich eine extreme Unsportlichkeit. Foto: imago/ZUMA Press

San Marino. Bei voller Fahrt brachte Motorradsportler Romano Fenati seinen Kontrahenten in Lebensgefahr.

Die Motorradsportler Romano Fenati und Stefano Manzi fuhren vor der Kurve acht beim Großen Preis von San Marino nah nebeneinander her – bei Tempo 230. Auf einmal griff Fenati in die Bremse seines Konkurrenten und brachte ihn somit kurz ins Wanken. Eine Aktion, die auch mit einem Sturz Manzis hätte enden können.

Was Fenati zu dieser lebensgefährlichen Aktion bewegte, ist unklar. Der 22 Jahre Italiener wurde von der Rennleitung sofort mit der schwarzen Flagge und der damit verbundenen Disqualifikation belegt. Nun erhielt Fenati eine durchaus milde Strafe: eine Sperre für zwei Rennen. Somit verpasst er die Grand Prix´ in Aragon und Thailand.

Doch jetzt hat sich sein Motorrad-Team Marinelli Snipers von Fenati getrennt. "Mit großem Bedauern müssen wir feststellen, dass seine unverantwortliche Tat das Leben eines anderen Fahrers gefährdet hat und auf keinen Fall entschuldigt werden kann. Der Fahrer wird ab sofort nicht mehr mit dem Marinelli-Snipers-Team an einem Rennen teilnehmen", heißt es in der Mitteilung vom Montag. Team und Sponsoren entschuldigten sich bei allen WM-Fans.

"Müssen in einer verantwortungsvollen Art und Weise fahren"

"Die Piloten müssen in einer verantwortungsvollen Art und Weise fahren, die für die anderen Wettbewerber und Teilnehmer keine Gefahr darstellt, weder auf der Strecke, noch in der Boxengasse", heißt es in der Begründung des Motorrad-Weltverbandes FIM. 

Kein unbeschriebenes Blatt

Fenati ist aufgrund seiner extrovertierten und oft provozierenden Art kein unbeschriebenes Blatt in der Motorrad-Szene. Bereits vor zwei Jahren wurde der Italiener noch während eines Rennens im österreichischen Spielberg von Valentino Rossi aus seinem Moto3-Team geworfen. 

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