Aus Angst vor Eintracht-Ultras Medien: DFB-Präsident Reinhard Grindel will kein Länderspiel in Frankfurt

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Reinhard Grindel veranlasste offensichtlich einen Ortswechsel für das Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und Peru. Foto: imago/Jan HuebnerReinhard Grindel veranlasste offensichtlich einen Ortswechsel für das Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und Peru. Foto: imago/Jan Huebner

Frankfurt. Das Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und Peru findet in Sinsheim statt – das war nicht der ursprüngliche Plan.

Der DFB hat reges Interesse daran, die Fußball-Europameisterschaft 2024 nach Deutschland zu holen. Um diesen Traum zu verwirklichen, vermeiden DFB-Präsident Reinhard Grindel und Co. alle Risiken. So gehen sie auch offensichtlich der Ultra-Szene von Eintracht Frankfurt aus dem Weg. 

"Viel zu unberechenbar"

Ursprünglich sollte das Freundschaftsspiel zwischen der deutschen Nationalmannschaft und Peru am Sonntag in Frankfurt stattfinden. Allerdings fürchtete Grindel laut dem Magazin "Spiegel" die dort ansässige Ultra-Szene. "Ich halte das Risiko, dass wir bei dem Länderspiel ein Desaster erleben und dies kurz vor der Euro-Vergabe negative Auswirkungen hat, einfach für zu hoch, weil für mich die Frankfurter Ultraszene viel zu unberechenbar ist", schrieb Grindel laut "Spiegel" per E-Mail seinem Stellvertreter Rainer Koch.

Koch hatte seine Bedenken, es könne Ärger geben, "dass wir Frankfurt abgelehnt haben, obwohl Frankfurt jetzt in der Abfolge der Länderspielstandorte klar an der Reihe ist." Letztlich ließ Grindel sich nicht von seiner Meinung abbringen.

Einziger DFB-Konkurrent um die Ausrichtung der EM 2024 ist die Türkei. Am 27. September entscheidet das UEFA-Exekutivkomitee über den Ausrichter.


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