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04.09.2018, 18:42 Uhr KOMMENTAR

Federer früh raus: Der Maestro muss seinem Alter langsam Tribut zollen

Kommentar von Lea Becker

Überraschendes Aus: Roger Federer ist bei den US Open bereits im Achtelfinale ausgeschieden. Foto: AFP/Eduardo Munoz AlvarezÜberraschendes Aus: Roger Federer ist bei den US Open bereits im Achtelfinale ausgeschieden. Foto: AFP/Eduardo Munoz Alvarez

Osnabrück. Roger Feder – der Maestro, der Rekord-Grand-Slam-Champion, der ewige Favorit – ist bei den US Open überraschend früh gescheitert. Für viele eine herbe Enttäuschung. Ein Kommentar.

Durch seine Dominanz in früheren Jahren und seine fast übermenschliche Spielweise sind die Erwartungen an den Schweizer selbst im Spätherbst seiner Karriere immer noch enorm hoch. Doch Niederlagen wie gegen John Millman zeigen, dass auch er nur ein Mensch ist. Er schwitzt, er leidet und bekommt kaum Luft bei den tropischen Temperaturen in New York. Als Ausrede nutzt er das Wetter trotzdem nicht, als Erklärung vielleicht etwas.

Aber es braucht auch einen gesunden Realismus. Der Schweizer muss seinem Alter langsam Tribut zollen. Mit 37 wird es immer schwerer in der absoluten Weltspitze mitzuhalten. Niederlagen gehören mehr denn je dazu, er kann nicht ewig siegen, nicht immer gibt es ein Happy-End.

Auf jedes Spiel freuen

Deshalb sollten wir froh sein, dass seine Lust auf Tennis trotzdem ungebrochen ist. Auch wenn er seit gut zehn Jahren immer wieder abgeschrieben wird und nach seinem Rücktritt gefragt wird. Er hat sich von allen Rückschlägen erholt. Er überrascht immer wieder und fügt weitere Höhepunkte zu seiner außergewöhnlichen Karriere hinzu, wie zuletzt 2017 mit zwei Grand-Slam-Titeln und sieben Turniersiegen.

Daher sollten wir uns auf jedes Spiel freuen, das der Maestro noch bestreitet.


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