"Henne-und-Ei-Situation" Deutscher eSport-Bund enttäuscht über Bundesregierung

Von dpa

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eSport-Veranstaltungen füllen schon jetzt ganze Hallen mit Zuschauern, wie das "PUBG"-Event Ende des vergangenen Julis in der Mercedes-Benz-Arena in Berlin gezeigt hat. Foto: imago/Tilo WiedensohlereSport-Veranstaltungen füllen schon jetzt ganze Hallen mit Zuschauern, wie das "PUBG"-Event Ende des vergangenen Julis in der Mercedes-Benz-Arena in Berlin gezeigt hat. Foto: imago/Tilo Wiedensohler

Berlin/Frankfurt/Main. Der eSport-Bund Deutschland ist enttäuscht, dass sich die Bundesregierung in einer kleinen Anfrage der FDP im Bundestag nicht klarer zum E-Sport positioniert hat.

 „Wir haben mit dem Koalitionsvertrag das Versprechen an die Bürger gehabt, dass E-Sport als Sportart vollständig anerkannt wird", sagte ESBD-Präsident Hans Jagnow am Dienstag in einer Stellungnahme. „Nur wenige Monate später distanziert sich die Bundesregierung von diesem Versprechen und schiebt die Verantwortung auf den DOSB."

Wie aus den Antworten der FDP-Abfrage hervorgeht, sieht der Bund im Rahmen der Verbandsautonomie den Deutschen Sportbund gefordert, „eine sportfachliche Position zu entwickeln". Jagnow: „Diese Henne-und-Ei-Situation muss endlich ein Ende haben."



Auch beim Thema Anerkennung der Gemeinnützigkeit von E-Sport stoßen die Antworten der Bundesregierung beim ESBD auf Unzufriedenheit. „Es besteht weiterhin Rechtsunsicherheit für die inzwischen über 100 Vereine im E-Sport in Deutschland", sagte Jagnow.

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Begrüßt wird vom Dachverband hingegen, dass ausländische E-Sportler in Zukunft bis zu 90 Tage im Jahr für die Teilnahme an Turnieren und Veranstaltungen im E-Sport einreisen und dabei von einem vereinfachten Antragsverfahren profitieren können. „Bisher standen dieser Regelung die ausdrückliche Verwehrung der Sport-Privilegierung, behördliche Einzelfallprüfungen und mitunter Einreiseverbote für E-Sport-Athleten gegenüber", hieß es in der ESBD-Mitteilung.

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