Nach Fehlstart in der Bundesliga Leverkusen-Coach Herrlich unter Druck – Hasenhüttl steht bereit

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Noch viel zu tun: Leverkusens Coach Heiko Herrlich steht nach zwei Auftaktniederlagen in der Bundesliga schon etwas unter Druck. Foto: imago/RHR-FotoNoch viel zu tun: Leverkusens Coach Heiko Herrlich steht nach zwei Auftaktniederlagen in der Bundesliga schon etwas unter Druck. Foto: imago/RHR-Foto

Leverkusen/Hamburg. Mit großen Ambitionen gestartet, ist Bayer Leverkusen nach zwei Spieltagen ohne Punkt. Bei Teilen der Fans wird bereits über Trainer Heiko Herrlich diskutiert - und ausgerechnet jetzt wartet der FC Bayern als nächster Gegner.

Das Auftaktprogramm schien lösbar für einen guten Start in die neue Bundesliga-Saison. Auswärts bei Borussia Mönchengladbach und dann zuhause gegen den VfL Wolfsburg – doch weit gefehlt. Nach dem 2. Spieltag steht Bayer Leverkusen punktlos auf dem vorletzten Tabellenplatz. Zu wenig für einen Verein mit großen Ambitionen. Trainer Heiko Herrlich steht schon kurz nach Saisonbeginn unter Druck.

Vor dem Bundesliga-Start galt Bayer Leverkusen als eines der Teams, das den FC Bayern München zumindest etwas ärgern könnte. Die junge, hoch veranlagte Mannschaft war von vielen Experten als Mitfavorit gehandelt worden und Hoffenheims Coach Julian Nagelsmann nannte als Meistertipp, nicht wie die anderen Trainer, Bayern München, sondern die "Werkself". Auch der langjährige Bayer-Manager Reiner Calmund traute den Rheinländern in einem Interview mit unserer Redaktion eine sehr gute Saison zu. 

Auch in der Vorsaison schlechter Saisonstart

Auch in der Vorsaison, der ersten unter Cheftrainer Heiko Herrlich, starte Bayer schlecht. Nach fünf Spieltagen stand Leverkusen mit nur vier Punkten auf Rang 15. In dieser Situation behielten die Verantwortlichen, allen voran Rudi Völler, die Ruhe und hielten zum Trainer. Auch in der jetzigen Situation deutet noch nichts darauf hin, dass Herrlich schon zur Disposition steht. Trotzdem geht es im Fußball manchmal sehr schnell und ein sehr prominenter Trainer, der durchaus ins Leverkusener Beuteschema passen würde, wäre frei: Ralph Hasenhüttl. Der Österreicher legte sein Traineramt Ende der vergangenen Saison bei RB Leipzig nieder und wäre als Bayer-Trainer durchaus denkbar. 

Tweet von Bayer-Kapitän Lars Bender:


In der kommenden Woche stehen Trainer Heiko Herrlich zudem viele Spieler aufgrund der Länderspielpause nicht zur Verfügung. Acht Mann aus dem Kader sind bei ihren Nationalmannschaften (Havertz, Brandt, Tah, Dragovic, Thelin, Hradecky, Jedvaj und Aranguiz). "Leider fahren jetzt drei Viertel der Mannschaft weg", beteuerte auch Keeper Ramazan Özcan: "Ich hoffe, sie kommen mit ein bisschen mehr Spannung im Gepäck zurück." Der Hradecky-Ersatz schimpfte nach der 1:3-Pleite gegen Wolfsburg auch über die mangelnde Einstellung des Teams: "Mir fehlen die Besessenheit, die Gier und die Galligkeit, jeden Zweikampf gewinnen zu wollen. Jeder darf Fehler machen, ich schau beim 1:1 auch nicht gut aus. Aber ich will, dass wir uns den Hintern aufreißen." Auch Nationalspieler Jonathan Tah regte eine große Aussprache an: "Wenn alle zurück sind, sollten wir uns mal zusammen hinsetzen. Denn das hat nichts mit Qualität zu tun, sondern mit der Einstellung und dem Kopf."


Als nächstes geht es zu den Bayern

Mit der richtigen Einstellung sollte Bayer Leverkusen nach der Länderspielpause auf jeden Fall auftreten, denn dann geht es für die Herrlich-Elf in Allianz Arena nach München. Spätestens nach den darauffolgenden beiden Spielen zuhause gegen Mainz und bei Fortuna Düsseldorf sollte die Leverkusener zurück in die Erfolgsspur zurückgekehrt sein, ansonsten wird es auch für den "Völler-Liebling" Herrlich gefährlich. 

mit dpa-Material


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