In Australien So lief das Debüt von Usain Bolt für einen Profifußball-Club

Von Gregory Straub und dpa

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Usain Bolt bei seinem ersten Einsatz für die Central Coast Mariners. Foto: picture alliance/Dan Himbrechts/AAP/dpaUsain Bolt bei seinem ersten Einsatz für die Central Coast Mariners. Foto: picture alliance/Dan Himbrechts/AAP/dpa

Sydney. Usain Bolt ist der schnellste Mann der Welt. Nun versucht sich der Jamaikaner als Fußballprofi. Das Debüt verlief mäßig.

Achtfacher Olympiasieger, elffacher Weltmeister und Halter von drei Weltrekorden: Usain Bolt ist möglicherweise der beste Leichtathlet der Geschichte. Mitttlerweile hat der 32-Jährige aber seine Karriere beendet und ist auf der Suche nach anderen Herausforderungen. Sein Ziel: Fußballprofi werden.

Schon seit langem lebt Bolt seine Leidenschaft für den Fußball aus: Ein Besuch beim FC Bayern, ein Probetraining – mehr aus Spaß - bei Borussia Dortmund, Stadionbesuche bei Manchester United: Bolt liebt das Spiel mit dem runden Leder. Jetzt hat er in Australien die Gelegenheit, sich für einen Vertrag bei einem Profiverein zu empfehlen. 


Mehr Körperkontakt als beim Sprinten: Usain Bolt im Zweikampf. Foto: picture alliance/Dan Himbrechts/AAP/dpa


Die Central Coast Mariners, ein aus der Nähe von Sydney stammender Verein, nahmen Bolt auf und lassen ihn seit einiger Zeit mittrainieren. Am Freitag stand das erste Testspiel mit Bolt im Kader auf dem Programm: Die Mariners übten sich gegen eine Amateurauswahl, Bolt wurde nach 71 Minuten eingewechselt.

Die Mariners hatten zu dem Zeitpunkt in dem Stadion in Gosford rund 80 Kilometer nördlich von Sydney bereits sechs Tore geschossen. Vor Bolts Einwechslung schallte es "Wir wollen Bolt" aus der Menge, mehr als 12.000 Fans verfolgten die Partie. Der schnellste Mann der Welt spielte mit der Trikotnummer 95 auf dem linken Flügel. 

 Mit dem australischen Club trainiert Bolt auf unbestimmte Zeit. Der Jamaikaner hofft, den Wechsel vom Leichtathleten zum Fußballer bis zum Saisonbeginn im Oktober zu schaffen. "Ich weiß, ich werde nicht das perfekte Spiel zeigen", hatte Bolt wenige Tage vor seinem Debüt gesagt. Er kämpfe noch mit den körperlichen Anforderungen an einen professionellen Fußballer, sagte der elfmalige Weltmeister. Trainer Mike Mulvey meinte, Bolt habe "rudimentäre Fertigkeiten" und mache es gut, doch er brauche noch Zeit, sich anzupassen. Das ernüchternde Fazit des Coaches nach dem ersten Einsatz seines Stars: "Er hat sich nicht blamiert."


Bolt kam 19 Minuten zum Einsatz. Sein Leistungsnachweis: Neun Ballkontakte und zwei Zweikämpfe. Kein Torschuss. Foto: picture alliance/Dan Himbrechts/AAP/dpa



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